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ZVEI-Studie

Elektromobilität treibt den deutschen Batteriemarkt 2019

24. Juni 2020, 14:54 Uhr   |  Ute Häußler

Elektromobilität treibt den deutschen Batteriemarkt 2019
© Unsplash

Der deutsche Batteriemarkt ist 2019 um 17 % auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen und hat sein Wachstum weiter beschleunigt. Lithium-Ionen-Batterien haben den größten Anteil am Markt, insbesondere die Elektromobilität und erneuerbare Energien treiben den Bedarf an elektrischen Energiespeichern.

Der Zentralverband der Elektroindustrie ZVEI hat sich den Batteriemarkt in Deutschland angeschaut und kann in seiner aktuellen Studie beste Zahlen verkünden.

»Der deutsche Batteriemarkt hat 2019 insgesamt weiter deutlich zugelegt. Die Volumina der Märkte zeigen, welch hohe Bedeutung die verschiedenen Batteriesysteme für viele Anwendungen haben«, sagte Christian Eckert, Fachverbandsgeschäftsführer Batterien im ZVEI, gegenüber der Presse.

Im vergangenen Jahr ist die deutsche Batteriewirtschaft gegenüber 2018 weiter beschleunigt gewachsen, um insgesamt 17 % auf 4,2 Milliarden Euro. Lithium-Ionen-Batterien hatten mit 1,6 Milliarden Euro den größten Anteil am Markt. Das Segment wuchs um 21 % im Vergleich zum Vorjahr. Sonstige Batteriesysteme wie Zink-Luft-Batterien, Lithium-Knopfzellen und Nickel-Cadmium-Batterien wuchsen um 40 % auf 1,7 Milliarden Euro,  wohin gegen der Markt für Bleibatterien um 14 % auf 940 Millionen Euro nachgab.  

Vor allem die Elektromobilität und der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien sind Treiber des wachsenden Bedarfs an elektrischen Energiespeichern. Lithium-Ionen-Batterien sind wichtig für die Elektromobilität und kommen auch in Mobiltelefonen, Hörgeräten oder Elektrowerkzeugen zum Einsatz.

»Zwischen 2013 und 2019 hat sich das Marktvolumen bei Lithium-Ionen-Batterien mehr als verachtfacht, was nicht zuletzt an den gestiegenen Importen liegt. Allerdings werden die Zellen aus Asien erst in Deutschland zu fertigen Batterien konfektioniert. Das Know-how haben wir hierzulande«, sagt Christian Eckert.  

Der Markt für Bleibatterien rutschte 2019 aufgrund der Schwäche des Automobilsektors auf das Niveau von 2013 ab, nachdem er zwischen 2016 und 2018 noch leicht zulegen konnte. Der ZVEI ist überzeugt, dass dies ein temporärer Effekt ist, da viele Massenanwendungen auf Bleibatterien setzen.

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