Schwerpunkte

Größere Batterieformate im Blick

Bund fördert Varta mit 300 Mio. Euro

30. Juni 2020, 09:32 Uhr   |  Ralf Higgelke

Bund fördert Varta mit 300 Mio. Euro
© Varta

Produktion von Mikrobatterien bei Varta.

Um ihre etablierte Technologie von den kleinformatigen Lithium-Ionen-Zellen auf größere Batterieformate zu übertragen, erhält Varta vom Bund sowie den Ländern Bayern und Baden-Württemberg Fördermittel von bis zu 300 Mio. Euro bis Ende 2024.

Varta gilt als globaler Markt- und Innovationsführer bei kleinen Lithium-Ionen-Batterien. Um die nächste Generation kleinformatiger Lithium-Ionen-Zellen mit noch höheren Energiedichten zu entwickeln und vor allem diese Technologie auf größere Formate zu übertragen, erhält das Unternehmen nun IPCEI-Fördergelder (Important Project of Common European Interest). Diese Batteriezellen könnten in Zukunft in den Energiespeichern von Varta, in Robotern und in verschiedenen Bereichen der Mobilität eingesetzt werden.

Auf einer Pilotlinie sollen diese neuen Batterieformate optimiert und in eine Massenproduktion überführt werden. Zudem investiert Varta weiterhin in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Batteriezellen in Sonderformaten, die zunehmend beispielsweise für IoT-Anwendungen nachgefragt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium und die Ländern Bayern und Baden-Württemberg unterstützen die Batterieindustrie in Deutschland und Europa im Rahmen eines IPCEI. Für das Vorhaben stellen Bund und Länder dem Unternehmen Varta Fördermittel von bis zu 300 Mio. Euro bis Ende 2024 zur Verfügung.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dazu: »Ich freue mich, dass ich Varta als erstes Unternehmen in Deutschland einen Bescheid über die Förderung der Batteriezellfertigung aushändigen kann. Der Aufbau einer innovativen und nachhaltigen Batteriezellproduktion in Deutschland hat für uns hohe Priorität. Sie ist erforderlich, um im Zuge der Energie- und Verkehrswende wettbewerbsfähig zu bleiben, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu sichern. Heute machen wir einen großen Schritt zu einer eigenen Großserie bei Batteriezellen für automobile und industrielle Anwendungen.«

Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender von Varta, sagt: »Wir haben unsere Lithium-Ionen-Technologie in Deutschland in eine hochprofitable Massenfertigung überführt. Mit dem IPCEI werden wir die Lithium-Ionen-Technologie bei Varta weiter ausbauen und die Entwicklung der neuesten Generationen nochmals beschleunigen und neue Produkte auf den Markt bringen. Ich freue mich, dass die Politik dieses Projekt unterstützt und damit die Batterieindustrie stärkt.«

Das Unternehmen investiert weiterhin in den Ausbau seiner Massenproduktion von Lithium-Ionen-Zellen und wird bis Ende des Jahres 2021 rund tausend neue Stellen in Ellwangen und Nördlingen schaffen. Damit wird Varta die Batterieindustrie insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern stärken und möchte seine Bedeutung als Arbeitgeber in der Region unterstreichen.

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