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Infineon kooperiert mit US Start-up

Radar-Blutdruck-Sensor bis 2021

30. Juni 2020, 15:52 Uhr   |  Markus Haller

Radar-Blutdruck-Sensor bis 2021
© Infineon

Der neue Chipsatz ermöglicht erstmals kontinuierliche und gleichzeitig präzise Messungen ohne Kabel und hat das Potenzial, den Markt für tragbare Herz-Kreislauf-Monitoring-Geräte nachhaltig zu verändern.

Dafür hat Infineons Silicon Valley Innovation Center mit dem US-Startup Blumio eine erweiterte Kooperationsvereinbarung getroffen.

Als Ziel wurde festgelegt, bis 2021 gemeinsam einen mobilen, nicht-invasiven Blutdrucksensor auf Basis des XENSIV-Radarchipsatz zu entwickeln. Der neue Chipsatz ermöglicht erstmals kontinuierliche und hochgenaue Messungen ohne Kabel. Den anvisierten Markt für tragbare Herz-Kreislauf-Überwachungsgeräte beziffert Infineon auf 45 Mrd. US-Dollar.

Für die Integration des Blutdrucksensors wird ein Entwicklungskit bereitgestellt, das das Radar- und Entwicklungsboard von Infineon mit der Software und den Algorithmen von Blumio kombiniert. Das Kit können Hersteller von tragbaren medizinischen oder Verbraucher-Geräten in ihre Geräte zur Blutdruck-Überwachung integrieren.

Partner für den Wachstumsmarkt Medizinelektronik

Der neue Chipsatz ermöglicht erstmals kontinuierliche und gleichzeitig präzise Messungen ohne Kabel und hat das Potenzial, den Markt für tragbare Herz-Kreislauf-Monitoring-Geräte nachhaltig zu verändern.
© Infineon

Der neue Chipsatz ermöglicht erstmals kontinuierliche und gleichzeitig präzise Messungen ohne Kabel und hat das Potenzial, den Markt für tragbare Herz-Kreislauf-Monitoring-Geräte nachhaltig zu verändern.

Aus Sicht von Infineon sollen die hauseigenen Radarsensoren in den Wachstumsmarkt Medizintechnik eingeführt werden. Darauf ist Blumio spezialisiert. Das Start-up aus San Francisco wurde vor rund 4 Jahren gegründet und entwickelt radargestützte Sensoren zur Blutdruckmessung. Als Alleinstellungsmerkmal sieht COO und Mitgründerin Catherine Liao die Wertschöpfungstiefe: Anstatt existierende Sensoren zu nutzen und sie auf Softwarelevel für die Blutdruckmessung anzupassen, entwickelt das Unternehmen anwendungsspezifische Sensoren auf Hardware-Ebene.

Infineons Fuß in Silicon Valleys Tür

Über das Silicon Valley Innovation Center (SVIC) hält Infineon den Kontakt zum Silicon Valley und schließt Technologiepartnerschaften mit der dortigen Startup-Szene. Das Modell hat der deutsche Halbleiterhersteller, der seit der Cypress-Übernahme zu den zehn größten Halbleiterunternehmen weltweit gehört, auf den asiatischen Raum erweitert. Unter dem Namen Co-Innovation Space bietet das Unternehmen Start-ups im asiatischen Raum die Bereitstellung von F&E- und Fertigungseinrichtungen sowie den Zugriff auf die Forschungsaktivitäten, Fachwissen und Beratung.

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