Mit Samplify Formulation präsentiert Nevolab ein modulares Dosiersystem aus drei Anlagenteilen, die separat verwendet oder untereinander kombiniert werden können. Es soll sowohl das Datenhandling verbessern als auch die Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit erhöhen.
Damit eine hohe Produktqualität garantiert werden kann, ist beim Anlegen von Formulierungen das präzise Arbeiten mit genauer Dosierung von zentraler Bedeutung. Umso wichtiger ist daher eine lückenlose Aufzeichnung aller Arbeitsschritte. Erfolgt dies ausschließlich per Hand, kann das Dokumentieren und Etikettieren der einzelnen Tests und Proben sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, was gleichzeitig einen erhöhten personellen Aufwand bedeutet.
Um dennoch ein lückenloses Datenhandling zu gewährleisten, hat Nevolab ein modulares Dosiersystem entwickelt, welches laut eigener Aussage die Vorteile der Automation mit einer intuitiven Prozessführung verbindet. Das System Samplify Formulation besteht aus drei Anlagenteilen, die separat verwendet oder untereinander kombiniert werden können. Im vollautomatischen Compositor werden die Formulierungen je nach Rezept – welches über einen Barcode eingelesen wird – bearbeitet. Zusätzlich können neue Rezepte am Handarbeitsplatz »Assist« erstellt oder manuell eingewogen werden. Über das Terminal und den Barcodescanner lassen sich alle Proben zudem verwechslungsfrei definieren und zuordnen.
Zentrales Prinzip des Dosiersystems ist der behältergesteuerte Workflow: Jedem Gefäß wird ein eindeutiger Barcode zugeordnet. Darauf sind alle wichtigen Parameter hinterlegt, aus denen ersichtlich ist, welche Probe gerade bearbeitet wird und welche Prozessschritte bereits durchgeführt wurden. Ebenso wird angezeigt, welcher Schritt laut Rezeptur als nächstes erfolgen muss. Dadurch wird der Laborant präzise durch die Erstellung der Formulierung geführt, selbst wenn dieser die Rezeptur nicht selbst festgelegt hat.
Die Einwaagen sind flexibel in einem Bereich von 1 mg bis zu 150 g pro Substanz wählbar (Waagenpräzision: +/- 0,1 mg). Liegt die Einwaage außerhalb der einstellbaren Spezifikationen, kann nach dem Run individuell durch den Benutzer entschieden werden, ob die Rezeptur freigeschalten und weiterbearbeitet oder gesperrt werden soll. Außerdem verhindert eine starke Absauganlage, dass sich Partikel in der Luft ansammeln.
Der integrierte Feinstaubfilter F7 in Kombination mit einem Partikelfilter H 13 qualifiziert das System auch für das Prozessieren pharmakologisch aktiver Substanzen und bietet somit laut Hersteller erhebliche Vorteile im Bereich der Arbeitssicherheit. Gleichzeitig werden statische Aufladungen vermieden, indem die integrierte Waage mit ionisierter Luft umströmt werden. Durch die chemisch inerte Oberflächenbeschichtung mit Polytetrafluorethylen (PTFE) sei das System leicht zu reinigen und widerstandsfähig gegen Verfärbungen durch die eingebrachten Substanzen.
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(me)