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Lünendonk-Studie

Mehr als jeder Dritte im Personalkarussel wird vermittelt

Kündigung
13,6 Prozent aller 33,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben 2020 das Unternehmen gewechselt und eine neue Stelle angetreten. Das zeigt eine neue Studie von Lünendonk.
© Bild: Adobe Stock

Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder hat Zahlen zum Markt für Personalvermittlung in Deutschland vorgelegt, inklusive Executive Search. Ergebnis: Jeder dritte Stellenwechsel erfolgt über Personalvermittler, die Fluktuationsrate steigt in wirtschaftlichen schwachen Zeiten.

In Zusammenarbeit mit den im Wettbewerb stehenden Personaldienstleistern Hays und Job AG hat das Marktforschungsunternehmen Lünendonk eine Studie unter 5.000 Berufstätigen zu Stellenwechseln und Beteiligung von Personalvermittlern in Deutschland in den Jahren 2018 bis 2020 erstellt, darunter auch zu den üblichen Honoraren, die Personalvermittlungen verlangen. 

Ergebnis: Mehr als jeder dritte Stellenwechsel in Deutschland geschieht über Personalvermittler. Studienautor Thomas Ball ordnet die Ergebnisse ein: „Erstmals liegen nun belastbare Daten zur Fluktuationsquote in Deutschland sowie zum Anteil der privaten Personalvermittler an Stellenwechseln vor. Das Marktvolumen ist mit mehr als 15 Milliarden Euro deutlich größer als bisher angenommen. Die Studie zeigt: Personalvermittlung agiert nicht in einer Nische, sondern trägt wesentlich dazu bei, dass Unternehmen Stellen schneller besetzen können.“ 

Das Geschäft mit Personalvermittlung setzte hierzulande im vergangenen Jahr 15,1 Milliarden Euro um. Damit schrumpfte der Markt coronabedingt im Vergleich zu 2019 um knapp 35 Prozent. 13,6 Prozent aller 33,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben 2020 das Unternehmen gewechselt und eine neue Stelle angetreten. Das Geschäft mit Personalvermittlung teilen sich viele Klein- und Kleinstunternehmen sowie Dienstleister, für die Personalvermittlung zum erweiterten Leistungsportfolio gehört wie etwa Zeitarbeitsunternehmen.

Die Studie zeigt auch, dass die Fluktuationsquote in Zeiten konjunktureller Schwäche steigt. Wechselten 2018 im Durchschnitt 7,7 Prozent der Berufstätigen ihre Stelle, waren es 2019 bereits 12,5 Prozent. Im Corona-Jahr 2020 stieg die Fluktuationsquote leicht, jedoch sank gleichzeitig der Anteil der Personalvermittler an den Stellenwechseln: 2019 waren noch bei knapp 38 Prozent der Stellenwechsel Personalberater oder -vermittler beteiligt, 2020 waren es aufgrund der Unsicherheiten, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, nur 24 Prozent. Um den Corona-Effekt einzuordnen, wurden die Werte für drei Jahre abgefragt. 

Die von Hays und Job AG unterstützte Lünendonk-Studie „Marktvolumen für Personalvermittlung in Deutschland 2018 bis 2020“ basiert auf der Befragung von 5.229 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland und ist repräsentativ für Berufstätige in Deutschland. Zudem wurden die Antworten von 49 Unternehmen zu Honoraren für Personalvermittlung in die Studie einbezogen. Sie ist unter www.luenendonk.de als vollständiger Berichtband erhältlich.

 

 

 

 


 


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