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Arm DevSummit 2020

Arms CPU-Roadmap - Keine 32-bit-Unterstützung mehr ab 2021

08. Oktober 2020, 08:22 Uhr   |  Frank Riemenschneider

Arms CPU-Roadmap - Keine 32-bit-Unterstützung mehr ab 2021
© Arm

Arms CPU-Roadmap der Cortex-A-Familie ("Big" Cores) bis 2022.

Auf Arms Entwicklerkonferenz DevSummit erklärte der IP-Hersteller, dass seine Hochleistungs-CPUs für die nächsten zwei Jahre - Matterhorn (Cortex-A79?) im Jahr 2021 und Makalu (Cortex-A80?) im Jahr 2022, die ersten reinen 64-Bit-Arm-Prozessoren sein werden.

Arm machte nicht viele Angaben zu den neuen Kernen, erwartet bei Makalu gegenüber dem Cortex-A78 jedoch eine Leistungssteigerung von bis zu 30 %, was der üblichen Vorgabe, von Generation zu Generation 15 % mehr Rechenleistung zu erzielen, entspricht.

Die wichtigste Ankündigung ist jedoch, dass ab 2022 alle High-End-Arm-CPU-Cores 64-Bit sein werden. Bisher unterstützten die meisten Cortex-A-Cores sowohl die 32-Bit- (Aarch32) als auch die 64-Bit-Architektur (Aarch64). Letztere ermöglicht nicht nur die Adressierung von mehr Speicher, sondern 64-Bit-Befehle können die Rechenleistung im Vergleich zu 32-Bit-Befehlen um 15 bis 30% steigern, was auch mit einem größeren Registersatz zu tun hat.

Arm erklärt den Strategiewechsel damit, dass insbesondere rechenintensive Arbeitslasten von zukünftigen KI-, XR- (AR und VR) und High-End-Mobil-Gaming-Anwendungen 64-Bit erfordern. Der Umstieg ausschließlich auf 64-Bit wird auch die Kosten und die Markteinführungszeit mobiler Anwendungen senken, da sich die Entwickler von Anwendungen, die für High-End-Geräte geeignet sind, ausschließlich auf die 64-Bit-Entwicklung konzentrieren können. Der große Vorteil für Arm ist, dass man Silizium aus seinen CPU-Designs entfernen kann, das für die Unterstützung älterer 32-Bit-Systeme benötigt hat. Dadurch wird Siliziumfläche eingespart, was kleinere und kühlere CPU-Kerne oder leistungsfähigere Funktionen bei gleicher Größe bedeuten könnte.

Da die meisten Geräte wahrscheinlich mit dynamIQ-SoCs ausgeliefert werden, die große 64-Bit- und 32-Bit/64-Bit-”LITTLE”-Arm-Cores wie den Cortex-A55 kombinieren, sollten "alte" 32-Bit-Anwendungen weiterhin auf diesen Geräten laufen, aber nur auf den LITTLE-Cores. Etwas verwirrend ist, dass Arm davon spricht, dass "bis 2023 voraussichtlich nur noch 64-Bit-Mobilgeräte verfügbar sein werden", was impliziert, dass 32-Bit-Anwendungen überhaupt nicht unterstützt werden.

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