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USB und Low-Power

18. April 2012, 08:40 Uhr   |  Ralf Higgelke

USB und Low-Power
© NXP

Um zwei Derivate mit »Cortex-M0« hat NXP sein Portfolio an ARM-basierten Mikrocontrollern erweitert. Bei »LPC11U2x« handelt es sich um eine Familie mit im ROM integriertem USB-Treiber, bei »LPC1100XL« um eine Low-Power-Plattform mit 110 µA/MHz im aktiven Betrieb.

Mit einer aktiven Stromaufnahme von 110 µA/MHz und einem Strombedarf unter 2 µA im Deep-Sleep-Modus setzt die Serie LPC1100XL laut Hersteller NXP einen neuen Bestwert für stromsparende »Cortex-M0«-Mikrocontroller von ARM. Für Anwendungen mit beengten Platzverhältnissen, die eigenen EEPROM-Speicher benötigen, kommt von NXP außerdem die neue Serie »LPC11E00«. Sie erweitert die im Cortex-M0-Portfolio von NXP verfügbare Optionsvielfalt, die neben integrierten USB-, CAN- und Segment-LCD-Funktionen jetzt auch EEPROM umfasst.

Die im LPC1100XL verwirklichte Senkung der Verlustleistung wird durch in den Chip integrierte »Power-Profile« ergänzt, bei denen es sich um spezielle Echtzeit-Power-Management-Implementierungen handelt. Die mit Blick auf CPU-Performance, Effizienz und minimale aktive Stromaufnahme optimierten Power-Profile ermöglichen die maximale Taktfrequenz über den gesamten Betriebsspannungsbereich von 1,8 V bis 3,6 V, ohne Kompromisse an der Geschwindigkeit oder Funktionsumfang machen zu müssen, wie der Hersteller betont. Die LPC1100XL-Serie eignet sich deshalb für alle stromsparenden 8/16-Bit-Anwendungen.

Außerdem enthält die Serie das proprietäre Embedded-Flash von NXP, das bis zu 64 KByte umfasst. Die Page-Erase-Granularität von 256 Bytes soll ganz erheblich die Effizienz verbessern und die Anwendung des chip-internen Flash-Speichers vereinfachen. Unter anderem seien laut Hersteller reibungslose Updates im Feld möglich, ohne zum Schreiben der nächsten Seite einen großen Sektor löschen zu müssen.

Demgegenüber handelt es sich beim »LPC11U2x« um eine Bausteinfamilie auf Basis des Rechen-kerns »Cortex-M0«, die über integ-rierte USB-Klassentreiber verfüget. Durch die Integration mehrerer USB-Treiber im ROM nutzt die Serie die Flash-Kapazität maximal aus und spart bis zu 16 KByte Codespeicherplatz ein. Mit den vollständig geprüften APIs ist die USB-Integration laut Hersteller in Minutenschnelle erledigt. Bis zu 128 KByte Flash-Speicher und bis zu 4 KByte EEPROM-Kapazität prädestinieren die Mikrocontroller-Familie LPC11U00 von NXP für Unterhaltungs-, Industrie-, Handheld- und Computer-Applikationen, wo die Entwickler stets auf der Suche nach kostengünstigen, einfach anwendbaren USB-Lösungen sind.

Die erweiterungsfähigen, integrier-ten USB-Treiber unterstützen die Klassen »Human Interface Device« (HID), »Mass Storage Device Class« (MSC) und »Communication Device Class« (CDC). Entscheidend aufstocken lassen sich die Treiberfähigkeiten durch die mit allen Features aufwartende Open-Source-USB-Bib-liothek von NXP (www.lpcware.com). Als Ergänzung zum Cortex-M0-Core zeichnet sich die Chip-interne 32-Bit-Divide-Bibliothek durch die Verarbeitung mit deterministischer Zykluszeit aus dem Low-Power-ROM aus. Darüber hinaus wartet die LPC11U00-Familie mit integrierten Power-Profilen auf, die sich für beliebige Low-Power-Applikationen zuschneiden lassen.

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