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Trotz steigender Corona-Zahlen

Konsumlaune stabilisiert sich

23. September 2020, 09:12 Uhr   |  dpa, Newsdesk st

Konsumlaune stabilisiert sich
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Das Konsumklima in Deutschland bleibt stabil. Viele Menschen kehren aus der Kurzarbeit in Vollzeitstellen zurück und haben wieder mehr Geld auf dem Konto.

Ungeachtet der Ankündigung Zehntausender Stellenstreichungen und eines wieder anschwellenden Infektionsgeschehens in der Corona-Pandemie hat sich die Konsumlaune der Verbraucher in Deutschland nicht weiter verschlechtert. Sie

»

sehen die Konjunktur ganz klar auf Erholungskurs«, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK.

In der GfK-Studie prognostizieren die Experten für Oktober einen Konsumklima-Wert von -1,6, eine kleine Verbesserung gegenüber September (-1,7). Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise war ein Negativrekord von -23 erreicht worden. In normalen Zeiten bewegt sich das Konsumklima mit wenig Veränderung um einen Wert von +10.

Die Verbraucher sähen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht ganz so dramatisch wie ursprünglich befürchtet, sagte Bürkl. Wesentlich mitverantwortlich für die Stabilisierung der Lage sei die recht positive Einkommenserwartung der Deutschen. Laut Bürkl ist das aber unter anderem auch auf die Rückkehr vieler Menschen aus der Kurzarbeit zurückzuführen - was automatisch die Einkommenssituation verbessert. Dennoch bleibe abzuwarten, wie sich die Situation im Herbst gestaltet. Bei steigenden Infektionszahlen und schwächerer Wirtschaft könnte es zu Firmenpleiten kommen. «Das würden wir sofort beim Konsumklima spüren», sagte Bürkl.

»Der weitere Verlauf des Infektionsgeschehens in Deutschland sowie die Arbeitsmarktlage werden darüber entscheiden, ob der Dämpfer im Vormonat eine Eintagsfliege bleibt und die Konsumstimmung ihre Erholung in den kommenden Monaten wieder aufnehmen kann«, betonte der Experte.

Die Anschaffungsneigung sei bei den Deutschen nach drei Anstiegen in Folge in den Vormonaten wieder etwas zurückgegangen. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass Effekte durch die Absenkung der Mehrwertsteuer inzwischen nicht mehr wie bisher zum Tragen kommen.

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