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Zukunft als Automobilzulieferer

Wind River wird Teil von Aptiv

Professional Engineer Works on a Computer with a 3D CAD Software and Tests the Electric Car Chassis Prototype with Wheels, Batteries and Engine Standing in a High Tech Development Laboratory.
© Gorodenkoff | stock.adobe.com

Mit der Akquisition Wind Rivers stärkt Aptiv – ehemals Delphi – seine Software-Kompetenz. Damit dürften sich die Gewichte bei Wind River deutlich verschieben, denn bisher liegt Wind Rivers Geschäftsschwerpunkt im Bereich Verteidigung.

Zum Preis von 4,3 Milliarden US-Dollar in bar übernimmt Aptiv Wind River, einen Anbieter von Software für sicherheitskritische und Echtzeit-Systeme. Die Transaktion soll bis Mitte 2022 abgeschlossen werden. Wind River erwirtschaftete 2021 mit 1300 Mitarbeitern rund 400 Millionen US-Dollar pro Jahr. Das 1983 gegründete Unternehmen war 2009 in den Besitz von Intel gelangt und von diesen 2017 an den Investor TPG verkauft worden.

Aptiv ist aus dem Automobilzulieferer Delphi hervorgegangen und mit 180.000 Mitarbeitern im Markt der Fahrzeugelektronik, der Vernetzung, der Elektromobilität und dem autonomen Fahren tätig. Mit dem Kauf Wind Rivers stärkt Aptiv sein Software-Know-how. »Das software-definierte Automobil wird zum wichtigsten Edge-Gerät werden,« sagte Aptiv-CEO Kevin Clark in einer Telefonkonferenz anlässlich der Ankündigung der Akquisition und fügte hinzu: »Wir haben keinen einzigen Kunden, der nicht mehr Software von uns haben möchte,«

Dass sich Aptiv für Wind River entschieden hat, liegt laut dem Management an der fortschrittlichen Softwaretechnik, die Wind River sich erarbeitet hat. »Mit ihrem cloud-native-Ansatz können sie sicherheitskritische Software aus einer einzigen Umgebung heraus entwickeln, verteilen und warten. Damit sind sie allen Wettbewerbern im Markt deutlich voraus.«

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Bisher wenig Automobil-Umsatz im Branchenmix

Derzeit ist Wind Rivers Umsatz wie folgt verteilt:

  • 45 % Luftfahrt und Verteidigung
  • 30 % Indstrie
  • 15 % Telekommunikation
  • 10 % Automobilindustrie

Gestützt auf Marktanalysen geht Aptiv davon aus, dass der Markt für Automotive-Software von 2019 bis 2030 mit jährlich durchschnittlich 11 Prozent wächst. In diesem Zeitraum würde das Marktvolumen von 30 auf 90 Milliarden US-Dollar steigen. »Wir sind zuversichtlich, daran einen signifikanten Anteil zu gewinnen,« sagt Aptiv-CFO Joseph Massaro. Die Software von Wind River sei bereits in ca. 35 bis 40 Millionen Fahrzeugen unterwegs.


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