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Jubiläum

30 Jahre Keith & Koep

30 Jahre Keith&Koep
© Weka Fachmedien | Keith&Koep

Der Embedded-Spezialist feiert im Oktober 2021 sein 30-jähriges Firmenjubiläum. Hierbei blickt das Unternehmen auf eine spannende Firmengeschichte mit innovativen und richtungsweisenden Produkten zurück.

Innerhalb von drei Jahrzehnten ist Keith & Koep einer der wichtisten Anbieter von Embedded Technologien in den Bereichen Elektronikentwicklung, Systemintegration und in der Fertigung von komplexen elektronischen Produkten geworden. Mit dem »Trizeps«-Sortiment hat der Embedded-Spezialist eine der weltweit ersten Arm-basierten System-on Modules (SoMs) auf den Markt gebracht und setzte damit einen internationalen Industriestandard. Die von Keith & Koep entwickelten Systeme arbeiten zum Teil über Jahrzehnte im industriellen Umfeld und finden sich unter anderem in der industriellen Automation, Robotik, Kraftfahrzeugtechnik, Medizintechnik, Einzelhandel und Luftfahrttechnik wieder.

Der Elektrotechniker Volker Keith machte sich schon zu Beginn seines Studiums mit der 1983 gegründeten Keith & Kipp GbR selbständig. Über viele Jahre entwickelte das Unternehmen RISC-basierte Hochleistungs-Laserprinter-Rastercontroller, vielfältige Industriesteuerungen mit komplexer Sensorik und Kameratechnik unter Verwendung fast aller gängigen Echtzeitbetriebssysteme. Im Jahre 1991 übernahm die in Wuppertal gegründete Keith & Koep GmbH die Geschäftsnachfolge, in der seither der Physikingenieur Luitger Koep ebenfalls zur Geschäftsleitung zählt.

Trizeps
2001 brachte Keith & Koep mit dem Trizeps I das weltweit erste Arm-basierte SOM auf den Markt.
© Keith&Koep

Meilensteine in der mobilen Kommunikation mit Arm-Technik

Im Laufe der vergangenen 30 Jahre hat das Unternehmen kontinuierlich Embedded-Technologien entwickelt – von Maschinenterminals mit Touch-Oberfläche über die ersten Arm-basierten SoMs bis hin zur Vereinigung von Single Board Computer (SBC) und SOM:

  • Maschinenterminals mit Touch: Anfang der 90er-Jahre entwickelte das Unternehmen erste Maschinenterminals mit Touch-Oberfläche. Hierzu gehörte ein Oberflächensystem und ein selbst entwickelter Echtzeitkernel.
  • Arm-Technik: Mit der Verfügbarkeit des »StrongArm«-Mikroprozessors auf Basis der Arm-Architektur Ende der 1990er-Jahre erfolgte für das Unternehmen der Einstieg in die Entwicklung der Low-Power High-Performance Technologie. Viele strukturelle Softwareelemente, die in dieser Entwicklungsphase erarbeitet wurden, sind bis heute ein fester Bestandteil vieler Bootloader und OS-Portierungen. Auf Basis des StrongArm-Prozessors entwickelte Keith & Koep das Siemens-»SIMpad«, ein kabelloses Web-Tablet mit Touch-Display. Dieses kam 2001 auf dem Markt, 9 Jahre bevor Apple das iPad vorstellte.
  • Das erste Arm CPU Modul: 2001 brachte Keith & Koep mit dem »Trizeps I« eines der ersten Arm-basierten SoMs auf den Markt und schuf so einen internationalen Standard für den Einsatz der Arm-Technik im Industrieumfeld. Der ersten Generation des Trizeps folgten in den weiteren Jahren eine ganze Produktlinie.
  • Die nächste SoM-Generation: Nach der Etablierung der Trizeps-Baureihe startete Keith & Koep 2015 mit dem »Myon I« CPU-Modul eine neue SoM-Generation mit kompaktem Formfaktor und geringer Leistungsaufnahme. Hiermit können sehr kleine IoT- oder Handheldgeräte ausgerüstet werden.
  • Intelligente Aem-Touchpanel-Computer: Mit dem Produktsortiment der i-PAN-Touchpanel-Computer startete Keith & Koep im Jahr 2008 die Vermarktung eigener HMIs. Besonderheiten sind die kompakten Abmessungen sowie der modulare Aufbau durch die SoM-Technik und den »i-MOD« Extension-Boards.
  • Die Vereinigung von SBC und SOM: 2021 brachte Keith & Koep erneut eine Weltneuheit auf den Markt: das »SBCSOM«. Es vereint die Vorteile aus den beiden Produktwelten von SBC und SOM, da dieses Produkt ein Prozessormodul um grundlegende Komponenten und Schnittstellen ergänzt.
SBCSOM
2021 brachte Keith & Koep erneut eine Weltneuheit auf den Markt: das SBCSOM.
© Keith&Koep

Ständige Neuorientierung und offen für neue Anforderungen

Seit 30 Jahren unterstützt Keith & Koep seine Kunden bei deren Produktentwicklungsprozessen und ermöglichte mit ihren Services und Produkten deren Hardwaredesigns schnell, sicher und effizient umzusetzen. Hierbei setzt Keith & Koep immer auf aktuelle Technologien. So werden beispielsweise bei zukünftigen Projekten neuronale Netze zum Einsatz kommen. Das bald verfügbare »Trizeps VIII Plus« soll hierfür gerüstet sein und bietet unter anderem eine Neural Processing Unit (NPU).

Das Team des Embedded-Spezialisten erfreut sich tagtäglich daran, die eigenen SoM-basierten Produkte im Alltag anzutreffen: ob bei der Einfahrt ins Parkhaus, beim Einkauf im Supermarkt oder bei der Bestellung am Drive-In. Aus dem einst 5-köpfigen Team vor 30 Jahren ist über die Jahrzehnte hinweg ein mittelständisches Unternehmen herangewachsen. Auf ihren ganz besonderen Firmenstandort, ein Gebäude einer ehemaligen Kirchengemeinde, ist das Unternehmen genauso stolz wie auf seine spezialisierte Inhouse-Fertigung. Hierbei ist die enge Verflechtung des Hard- und Software-Entwicklungsteams mit der internen Produktionsabteilung der Schlüssel zum Erfolg.

Seit Anfang 2020 ist Keith & Koep Teil der Garz & Fricke Group, zu der neben Garz & Fricke, ein Systemanbieter für schlüsselfertige HMIs, SBCs und Bezahlsystemen, auch seit 2019 der Applikationsentwickler e-GITS gehört.


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Keith & Koep GmbH, Garz & Fricke GmbH