Debuggen aus der Ferne

Fehlersuche in RTOS-Software per Browser

8. Juni 2022, 15:23 Uhr | WEKA FACHMEDIEN, Newsdesk
Das Monitoring-Framework DevAlert hat Percepio jetzt um eine Online-basierte Version erweitert: DevAlert Sandbox
© Percepio

Das Monitoring-Framework DevAlert, mit dem Anomalien in RTOS-basierter Software per Fern-Debugging aufgedeckt werden können, hat Percepio jetzt um eine Online-basierte Version erweitert. Mit der DevAlert Sandbox ist nun das Debuggen simulierter Geräte per Web-Browser möglich.

Für das Fern-Debugging von RTOS-basierter Embedded-Software – sowohl während der Entwicklung als auch im Betrieb – hat Percepio das Monitoring Framework DevAlert entwickelt. Es erlaubt mit seiner Cloud-Anbindung die Einrichtung einer Rückkopplungsschleife von Geräten im realen Einsatz zurück zu den Herstellern und Betreibern. Diese Rückkopplung ermöglicht es per Software-Tracing sowie mithilfe des integrierten Tracealyzer-Tools die Gerätesoftware umgehend und lückenlos auf Anomalien zu untersuchen. Gerätehersteller können auf diese Weise nicht nur ihre Geräte und die darauf basierenden Geschäftsaktivitäten absichern, sondern auch die Kosten für Debugging und Kunden-Support zsenken. DevAlert ist für die Verwendung in kleinen, auf Mikrocontrollern basierenden Geräten konzipiert und lässt sich auf große Gerätebestände skalieren, ohne dass durch übermäßig häufige Alarme ein Gewöhnungseffekt (Alert Fatigue) eintritt.

Mit der neuen DevAlert Sandbox können Software-Entwickler nun direkt per Web-Browser ein umfassendes DevAlert-Setup auf der Basis eines simulierten Geräts testen, ohne dass sie irgendwelchen Code schreiben müssen. Ein umgehend startbereites Anwendungsbeispiel gehört samt Quellcode und Entwicklungs-Tools zum Lieferumfang, sodass Entwickler die Gelegenheit haben, mit praktischen Beispielen der Software-Anomalieüberwachung zu experimentieren und auf ihre eigenen Projekte anzuwenden.

Bei dem in der DevAlert Sandbox enthaltenen Anwendungsbeispiel handelt es sich um eine Aufzugsteuerung. Sie läuft auf einem virtuellen Mikrocontroller, der vom xPack QEMU ARM-Simulator simuliert wird, und wird per DevAlert überwacht. Zusätzlich wartet die DevAlert Sandbox mit einer grafischen Simulatoroberfläche auf, mit der sich gezielt Anomalien in der Aufzugsteuerung triggern lassen, die anschließend detektiert und an DevAlert gemeldet werden – ergänzt durch Software-Traces, die nähere Auskunft über die gemeldeten Anomalien geben.

»In einer zunehmend softwaredefinierten Welt sind die Hersteller intelligenter Geräte auf eine automatische Rückmeldung vom Gerät zum Entwickler angewiesen, damit ein zügiges Aufdecken und Entfernen von Software-Anomalien möglich ist und zwar nicht nur in der Entwicklungsphase, sondern auch im praktischen Einsatz. Durch die Einbindung von Percepio DevAlert in die ausgelieferten Geräte können die Hersteller 100-mal schneller auf Softwareprobleme im Feld reagieren und zügig Updates bereitstellen, um den Betrieb des Kunden zu schützen. Die DevAlert Sandbox schafft einen unkomplizierten Weg, um das Konzept im Allgemeinen und DevAlert im Besonderen kennen zu lernen«, so Johan Kraft, CEO und Gründer von Percepio.

DevAlert und die DevAlert Sandbox bietet Percepio für einen Erprobungszeitraum kostenlos an. Dazu muss auf der Website https://percepio.com/devalert ein kostenloser Evaluierungs-Account angelegt werden.

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