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Roland Berger

Umsatz mit 3D-Druck-Technik wird sich mehr als vervierfachen

Die Herstellung von dreidimensionalen Objekten mithilfe von 3D-Druckern für metallische Strukturen - das "Additive Manufacturing" - könnte laut Roland Berger schon bald in der Serienproduktion eingesetzt werden. Das Beratungshaus hat das Potenzial von 3D-Druckern untersucht.

Bereits in den 1980er Jahren erkannten Unternehmen die Kosten-, Zeit- und Gestaltungsvorteile dieser Technologie bei der Fertigung von Prototypen und Kleinserien. 2012 betrug das weltweite Marktvolumen von "Additive Manufacturing" 1,7 Milliarden Euro. Auf die Herstellung von metallenen Strukturen entfallen davon heute ca. zehn Prozent.

Die Roland Berger-Experten gehen davon aus, dass sich der Umsatz dieser Technologie im nächsten Jahrzehnt sogar mehr als vervierfachen wird. Denn die Kosten, die mit dieser Technologie verbunden sind, werden in Zukunft deutlich sinken. Dadurch wird "Additive Manufacturing" für viele Anwendungsbereiche wesentlich interessanter. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie "Additive Manufacturing – A Game Changer for the Manufacturing Industry?" von Roland Berger Strategy Consultants.

"Der Einsatz der 3D-Drucker, um Metallprodukte herzustellen, bietet bereits heute ein großes Potenzial für spezielle Komponenten wie etwa Einspritzdüsen, Prothesen oder Werkzeugeinsätze", meint Martin Eisenhut, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. "Entwickler und Hersteller, die diesen Markt zeitig für sich entdecken und entsprechende Lösungen anbieten, können in den kommenden Jahren stark von der wachsenden Nachfrage profitieren", prognostiziert Eisenhut.

"Additive Manufacturing" – starke Umsatzentwicklung erwartet

Der Markt für 3D-Printing für metallische Strukturen befindet sich noch in seinen Anfängen: Der weltweite Gesamtumsatz von "Additive Manufacturing" macht gerade mal ein Prozent Umsatzanteil in der Werkzeugmaschinenindustrie aus. Der Markt für "Additive Manufacturing" wird allerdings in den kommenden Jahren wesentlich stärker zulegen. "In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage für diese Technologie nur langsam gewachsen, doch das wird sich bald ändern", erklärt Roland Berger-Experte Bernhard Langefeld. "Bis 2015 wird sich der Umsatz von "Additive Manufacturing" voraussichtlich vervierfachen – zugunsten deutscher Maschinenbauer. Denn sie machen schon heute knapp 70 Prozent des weltweiten Markts aus."

Außerdem hat sich inzwischen auch ein Markt für "Additive Manufacturing"-Dienstleistungen entwickelt, der die Herstellung, Prozessentwicklung und Designoptimierung abdeckt. Diese Dienstleister suchen häufig die Nähe zu den High-Tech-Herstellern in der Luftfahrtindustrie oder Formel 1.


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