Additive Manufacturing

EOS und 3D-Micromac gründen neues 3D-Druck Unternehmen

9. Dezember 2013, 11:45 Uhr | Karin Zühlke

Die Chemnitzer 3D-Micromac AG, ein Anbieter von Lasermikrobearbeitungssystemen, und die EOS gründen mit der 3D MicroPrint GmbH ein neues Unternehmen für Mikro-Laser-Sinter-Technologie (MLS) bzw. 3D-Druck. Beide Firmen bringen bereits Expertise in diesem Bereich mit.

Die 3D MicroPrint GmbH wurde mit dem Ziel gegründet, die Entwicklung und Vermarktung der neuen MLS-Technologie voranzutreiben und weitere Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Mikrotechnik zu identifizieren und zu etablieren.

Seit 2006 entwickeln 3D-Micromac AG und die EOS GmbH die Mikro-Laser-Sinter-Technologie gemeinsam. Die erste Anlage wurde in diesem Jahr bereits erfolgreich bei einem deutschen Forschungsinstitut in Betrieb genommen.

Tino Petsch, Vorstandsvorsitzender der 3D-Micromac AG ergänzt: „Unser Timing ist nahezu perfekt. Der aktuelle Hype um den 3D-Druck zeigt, dass unsere Investition in die Entwicklung der Mikro Laser-Sinter-Anlagen genau richtig war. Gemeinsam bieten wir nun eine zukunftsweisende Lösung an, die unseren Kunden erlaubt, neue Wege in der Produktentwicklung und -fertigung zu gehen.“

Als Geschäftsführer der 3D MicroPrint wurden Joachim Göbner, vorher Projektleiter MLS bei EOS und Leiter des Technical Centers Chemnitz und Tino Petsch, Vorstandsvorsitzender der 3D-Micromac berufen. Der Sitz des Unternehmens ist in Chemnitz.

Die 3D MicroPrint hat bereits neue Räume auf dem Chemnitzer Smart Systems Campus bezogen. Der neue Standort geht mit einer wesentlichen Erweiterung der Produktionsflächen einher. Zudem werden die Entwicklungs- und Servicekapazität ausgebaut.

Hintergrundinformation zur Technologie des Mikro-Laser-Sinterns

Das Mikro-Laser-Sintern ist eine additive Fertigungstechnologie, bei der auf Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten aus Metallpulvern durch Laserstrahlung schichtweise ein Bauteil aufgebaut wird. Das Verfahren ist auch unter dem Begriff industrieller 3D-Druck bekannt.

MLS bietet die Möglichkeit, Produkte mit komplexen 3D-Strukturen aufzubauen, bei denen die konventionelle Fertigung an Grenzen stößt. Werkstücke ab Stückzahl eins lassen sich zu angemessenen Stückkosten produzieren. Die Technologie bietet ein hohes Maß an Designfreiheit, Funktionsoptimierung und -integration. Eine Individualisierung von Produkten sogar in der Serienfertigung ist problemlos möglich. Einsatzmöglichkeiten liegen beispielsweise in der Herstellung von Düsen für die Automobilindustrie, in der Fertigung von Komponenten für die Medizingerätetechnik oder in der Individualisierung von Schmuckstücken. Zunehmender Bedarf für Mikroteile ist zudem im Formenbau und in der Raumfahrttechnik zu beobachten.

 


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