Schwerpunkte

Künstliche Intelligenz im Fokus

Zollner steigt beim TI.KI ein

10. Dezember 2020, 08:45 Uhr   |  Karin Zühlke

Zollner steigt beim TI.KI ein
© Zollner Elektronik

Um die digitale Transformation seiner Unternehmensprozesse weiter voranzutreiben, beteiligt sich Zollner Elektronik am Technologischen Institut für angewandte Künstliche Intelligenz (TI.KI) in Weiden.

Der EMS-Dienstleister aus Zandt ist künftig zu gleichen Teilen Gesellschafter wie die Samhammer AG mit Sitz in Weiden und die Syskron GmbH aus der Nähe von Regensburg, die als Krones-Tochterfirma auf automatisierte Prozesse in der Getränkeindustrie spezialisiert ist. Drei führende Technologieunternehmen aus Ostbayern bauen damit die Bedeutung der Region auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) weiter aus.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist ein fester Bestandteil der Digitalisierungsstrategie von Zollner. „Die Beteiligung an TI.KI ist deshalb ein folgerichtiger Schritt“, betont Vorstandsmitglied Markus Aschenbrenner. „Wir sammeln überall im Unternehmen eine Vielzahl von Daten mit dem Ziel, unsere Prozesse stetig zu optimieren. Manche KI-Lösungen laufen bei uns bereits produktiv. Mithilfe des Instituts können wir beim flächendeckenden Einsatz von KI aber einen großen Sprung machen.“

KI für den Praxiseinsatz seit 2012

TI.KI geht zurück auf ein Forschungsprojekt, das die Samhammer AG 2012 startete, um mithilfe von KI technische Serviceprozesse zu optimieren. Weil die Arbeit intensiviert und auf zusätzliche Anwendungsgebiete ausgeweitet werden sollte, erfolgte 2018 die Gründung des Instituts, zu dem auch die Syskron GmbH hinzustieß. Seither arbeitet TI.KI daran, KI-Lösungsbausteine für die Bedürfnisse der Industrie zu entwickeln und rasch zur Verfügung zu stellen. Diese sollen zum einen bestehende Prozesse effizienter machen und zum anderen neue, zukunftsfähige Geschäftsmodelle eröffnen.

Durch den Zusammenschluss mit der Zollner Elektronik AG bekommt TI.KI die Möglichkeit, realitätsnah an weiteren branchenübergreifenden Lösungen zu arbeiten. Das Institut ist in der angewandten KI-Forschung auf internationaler Ebene gut vernetzt und unterhält auch enge Kontakte zu Universitäten, die den Praxisbezug zu ihrer theoretischen Grundlagenarbeit suchen. Ralf Plüschke, CEO von TI.KI, sagt: „Dank Zollner als drittem Gesellschafter haben wir die Möglichkeit, das Herzstück unserer Arbeit, die TI.KI Data Science Platform (DSP), noch weiter auszudifferenzieren. So können wir immer mehr Unternehmen in immer mehr Branchen ansprechen.“

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