Elektronischer Schreibstift KI im Kugelschreiber korrigiert Schreibfehler

Richtig Schreiben von Hand: chinesicher KI-Schreibstift ermöglicht Autokorrektur in Echtzeit
Richtig Schreiben von Hand: chinesicher KI-Schreibstift ermöglicht Autokorrektur in Echtzeit

Keine Fehler mehr beim Schreiben von Hand, verspricht die jüngste Entwicklung chinesischer Wissenschaftler. Ihr KI-System erkennt Schriftzeichen und korrigiert Fehler in Echtzeit während des Schreibens – und passt samt Druckkopf und Batterie in einen dünnen Stift.

An der chinesischen Universität Yurenjie de Wanxiao in Zentralchina wurde ein KI-System entwickelt, dass Schreibfehler erkennt und in Echtzeit korrigieren kann – und zwar während ein Schriftzeichen von Hand gezeichnet wird. Dazu – so die Angaben der chinesischen Forscher – haben sie das KI-System mit Bildsensor, Prozessor und Speicher soweit miniaturisiert, dass es zusammen mit einem MEMS-Inkjet incl. Mikropumpe, Tank und Batterie in einem Schreibstift platziert werden kann.

2. April 2019

Liebe Leser,

sicherlich ahnen Sie es schon: Diese Meldung wurde von uns erfunden, um Sie in den April zu schicken.

Ihre Elektronik-Redaktion

 

Alle für das KI-System benötigten Komponenten sollen am Institut für Nanotechnologien der Universität Yurenjie de Wanxiao entwickelt worden sein, darunter die Sensorik, die KI-Prozessoren und das MEMS-Drucksystem – sowie die Algorithmen. Die ersten Prototypen wurden in eigenen Reinräumen der Universität gefertigt. Die erste Serie von KI-Schreibstiften, die nach Aussage der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua heute in einem großangelegten Feldtest erprobt wurden, wurde im benachbarten Huawei-Werk produziert.

Zu den konstruktiven Details des KI-Schreibstiftes gibt die Pressemitteilung der Nachrichtenagentur Neues China keine Auskunft. Von der Universität war bisher nur zu erfahren, dass der KI-Schreibstift die Bewegungsrichtung erfasst und die Schätzung bzw. Erkennung des Schriftzeichens sowie die Korrektur in Echtzeit erfolgt. Weitere Informationen zum konstruktiven Aufbau das Systems und der Signalverarbeitung wurden uns für morgen versprochen.

Erster Praxistest offenbar sehr erfolgreich

Weitaus mehr Informationen enthält die Agenturmeldung zum heutigen Feldtest. Nach den Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua wurde der KI-Schreibstift heute zum ersten Mal in der Praxis getestet von exakt 1.042.019 Wählerinnen und Wählern. Die ersten in Serie hergestellten KI-Schreibstifte wurden bei der Wahl des Bürgermeisters der Stadt Wanxiao in den Wahllokalen eingesetzt (siehe Bildergalerie).

Dazu wurde der KI-Schreibstift mit Sensorik zum Erfassen des Fingerabdrucks und Bluetooth-Transceiver (BLE) zur Datenübertragung erweitert. Ihr Gehäuse wurde in Form und Haptik präzise den Bleistiften der Firma Faber nachempfunden. Vorbild war die »Polygrades«-Edition von Bleistiften, die 2017 zum 200. Geburtstag von Lothar von Faber hergestellt wurde – in exakt der Form die 1837 erstmals auf den Markt kam und in China nach wie vor sehr beliebt ist. Die KI-Schreibstifte wurden so exakt dem Vorbild angeglichen, dass Laien sie angeblich nicht von einem Faber-Bleistift unterscheiden können. Eine Ähnlichkeit die den Forschern sehr wichtig war, um den Praxistest unauffällig durchführen zu können, ohne Mistrauen oder Ängste bei den Testern zu erzeugen.

 

Bilder: 5

Elektronischer Schreibstift mit KI

Künstliche Intelligenz im Schreibstift soll Schreibfehler in Echtzeit korrigieren.

 

In der Mitteilung der Nachrichtenagentur Neues China wird der erste Einsatz der KI-Schreibstifte als herausragender Erfolg der kommunistischen Partei dargestellt. Demzufolge war es mit dem KI-Schreibstift möglich alle Wählerinnen und Wähler eindeutig anhand des Fingerabdrucks zu identifizieren, um Mehrfachstimmabgaben ausschließen zu können.

Auch das Ergebnis der Wahl wird von der Nachrichtenagentur als ein Sieg der kommunistischen Partei gefeiert und als ein Beweis für den Vorsprung den chinesische Wissenschaftler in Zukunftstechnologien wie KI gegenüber anderen Nationen erreicht haben.

Erstmals seit Gründung der Volksrepublik waren bei einer Wahl alle abgegebenen Stimmen gültig und zum ersten Mal wurde ein Kandidat der KP Chinas mit 100 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt. Der großangelegte Test wurde von ausländischen IT-Experten beobachtet – aus Russland, Iran und Nordkorea – die sowohl die Technik inspizieren als auch die Stimmabgabe verfolgen konnten.