Erhebliche CO2-Reduzierung möglich Bosch-Geschäftsführer mit regenerativem Diesel unterwegs

In Fahrzeugen der Geschäftsführung setzt Bosch seit Anfang November einen zu 100 Prozent regenerativen Diesel ein.
In Fahrzeugen der Geschäftsführung setzt Bosch seit Anfang November einen zu 100 Prozent regenerativen Diesel ein.

In Fahrzeugen der Geschäftsführung nutzt Bosch seit Anfang November einen zu 100 Prozent regenerativen Diesel. Bei dem Kraftstoff handelt es sich um den sogenannten C.A.R.E.-Diesel, der überwiegend aus Rest- und Abfallstoffen erzeugt wird.

Der C.A.R.E.-Diesel wird von dem finnischen Mineralölunternehmen und Biokraftstoffhersteller Neste hergestellt und in Deutschland von der Firma Toolfuel vertrieben. Er soll laut Angaben des Unternehmens, den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge der Bosch-Geschäftsführung um etwa 65 Prozent senken.

Noch ist der C.A.R.E.-Diesel nicht in die Bundesimmissionsschutz-Verordnung aufgenommen und deshalb aktuell nicht an normalen Tankstellen verfügbar. Der Einsatz des 100 Prozent regenerativen Diesels bei Bosch soll zeigen, ob und wie eine breite Anwendung möglich wäre. »Der Einsatz von regenerativen und synthetischen Kraftstoffen kann einen großen Beitrag leisten, die Erderwärmung zu begrenzen. Ihre Verwendung wirkt ökologisch wesentlich schneller als die komplette Erneuerung von Fahrzeugen und Infrastruktur – denn bestehende Tankstellen lassen sich weiter nutzen«, unterstreicht Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Robert Bosch mit Nachdruck, und fordert: »Synthetische und regenerative Kraftstoffe sollten in der CO2-Flottenregulierung für Pkw und Lkw angerechnet werden.«

Regenerativer Diesel an Werk-Tankstellen

An den Werk-Tankstellen der Standorte in Feuerbach, Schwieberdingen und Hildesheim können Entwicklungsfahrzeuge sowie alle Bosch-Firmenautos, die Mitarbeitern zum Beispiel für Fahrten zu geschäftlichen Terminen zur Verfügung stehen, seit wenigen Wochen mit dem bereits zugelassenen Diesel-Kraftstoff R33 Blue Diesel des Energieunternehmens Shell betankt werden. Dieser enthält bis zu 33 Prozent erneuerbare Anteile. Von der Quelle bis zum Rad ist damit bei mehr als 1.000 Fahrzeugen von Bosch, die regelmäßig an den drei Werk-Tankstellen in Feuerbach, Schwieberdingen und Hildesheim auftanken, eine jeweils 20-prozentige CO2-Reduzierung möglich. Damit nicht genug: Bosch will synthetische und regenerative Kraftstoffe für Firmenautos und Fahrzeuge des internen Lieferverkehrs an alle Werk-Tankstellen in Deutschland bringen. Parallel führt das Technologie und Dienstleistungsunternehmen in seiner Fahrzeugflotte sukzessive batterieelektrische Fahrzeuge ein.