Wie lässt sich die Effizienz von Solaranalagen steigern? Wichtig ist es, unerwünschte Ableitströme sicher zu erkennen, die z. B. als Folge von fehlerhaften Installationen, aber auch über die gesamte Lebensdauer von Solaranalagen auftreten können.
Von Ableitströmen in Photovoltaikanlagen spricht man, wenn ein Teil der von den Solarzellen erzeugten Energie einen Weg zur Erde findet, sobald der Isolationswiderstand (RISO) zwischen Gerät und Erde auf weniger als 40 MΩ sinkt. Zwischen 20 und 40 MΩ kann RISO noch als vertretbar angesehen werden. Erst bei weniger als 20 MΩ besteht Anlass zur Sorge, weil dann die Isolierung abnimmt. Ein gemessener Isolationswiderstand von weniger als 1 MΩ führt mit ziemlicher Sicherheit zu Leistungsverlusten und möglicherweise zu dauerhaften Schäden – bis hin zur Gefahr eines Brandes.
Außerdem treten manche Fehler intermittierend auf. Beispielsweise kann die Ansammlung von Feuchtigkeit oder Kondensation in einer PV-Schalttafel über Nacht dazu führen, dass der RISO in den ersten Stunden des Betriebs bei Sonnenlicht niedrig ist.
Leckströme zur Masse lassen sich erkennen, indem vorübergehend eine Strommessschaltung zwischen den Klemmen der PV-Zellen und der Erde wie im Diagramm dargestellt angebracht wird.
Der Strommesskreis enthält einen Widerstand mit bekanntem Wert (normalerweise eine hohe Impedanz). Wenn die Schaltung eingeschaltet wird, wird der bekannte Widerstand effektiv parallel zu RISO geschaltet. Der Strom, der durch den Messkreis fließt, kann zur Berechnung des RISO verwendet werden. Um den Strommesskreis einzuschalten, muss eine hohe Spannung angelegt werden. Im Verhältnis zur Erde werden die negativen und positiven Ausgänge des Solarmoduls bei direkter Sonneneinstrahlung normalerweise bei etwa 600 V liegen.
Folgende Punkte gilt es zu beachten, um einen Leckstrom zu ermitteln:
In diesem Zusammenhang gilt es zu beachten, dass Pickering den maximalen Schaltstrom nicht als wesentlichen Parameter für die Erkennung von PV-Stromverlusten ansieht. Die meisten Hochspannungsgeräte sind für bis zu 1 A ausgelegt, obwohl man wahrscheinlich nur einige µA schaltet. Weitere Informationen, die bei der Entwicklung einer Überwachungsschaltung berücksichtigen sollten, sind