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Corona-Auswirkungen

40 Prozent der Lieferketten hielten nicht Stand

19. Januar 2021, 16:48 Uhr   |  Karin Zühlke

40 Prozent der Lieferketten hielten nicht Stand
© Wetzkaz/stock.adobe.com

Eine Studie im Auftrag von Orange Business Services unter internationalen Unternehmen zeigt: Es knirscht(e) ordentlich in vielen Lieferketten.

Rund 40 Prozent der Lieferketten hielten der Pandemie erst gar nicht Stand. Die Umfrage unter 320 Unternehmen aus den Bereichen Fertigung, Transport und Logistik ergab zudem, dass sich die Einstellung zu Risiken aufgrund der Krise dramatisch verändert hat.

Rund 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich der Risiken in der Lieferkette wie Rohstoffengpässen, Produktionsstillständen oder Transportblockaden stärker bewusst sind als noch vor einem Jahr. Die Pandemie ist demzufolge eine Art Weckruf für die Unternehmen. Als unerlässlich um die künftigen Herausforderungen zu meistern, gelten dabei besonders Schnelligkeit, Agilität und Innovation. Um das Fortbestehen zu sichern, stellt zudem für viele Unternehmen der Aufbau von Resilienz und Nachhaltigkeit in den Lieferketten durch Digitalisierung und Echtzeit-Dateneinblicke eine Priorität innerhalb der Transformationsstrategien dar. So planen 44 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwei Jahren Echtzeit-Dateninitiativen zu starten.

Verstärkung der Lieferkette

Laut der Umfrage haben fast acht von zehn Unternehmen die Digitalisierung ihrer Lieferkette beschleunigt. Darüber hinaus ziehen fast 50 Prozent der Befragten in den kommenden zwei Jahren eine Überarbeitung ihrer Strategien für das Risikomanagement in Betracht. Ebenfalls an Bedeutung gewinnt die Automatisierung, um die sich schnell ändernde Nachfrage zu bewältigen. So geben 42 Prozent der Unternehmen an, dass sie Automatisierung für das Risikomanagement einsetzen. Ebenso viele (42 Prozent) wollen dies in den kommenden zwei Jahren tun.   

Wie stark die Pandemie die Lieferketten beeinflusst machen auch folgende Ergebnisse deutlich: Zwei von fünf Studienteilnehmer sagen, dass ihre Lieferkette auf dem ersten Höhepunkt der Pandemie nicht mithalten konnte. Hier werden künftig technologische Enabler wie künstliche Intelligenz (KI), Cloud, 5G und Big Data-Analytik eine große Rolle spielen, weil sie die Lieferketten durch verbesserte Planung und Ausführung verbessern. Das Sammeln und Teilen von Echtzeitdaten erhöht die Effizienz und Transparenz in der gesamten Lieferkette. Gleichzeitig werden dadurch die Beziehungen zwischen Lieferanten und Herstellern unterstützt, um intelligente Entscheidungen zu treffen.

„Der globale Gesundheitsnotstand hat Organisationen dazu gebracht, die Fragilität ihrer Ökosysteme zu akzeptieren. Kritische Lücken müssen nun geschlossen werden, um End-to-End-Transparenz auf globaler Ebene zu gewährleisten und das Risiko für Unternehmen und Organisationen zu minimieren. Digitale Technologien und Fähigkeiten sind der Schlüssel, damit Unternehmen und ihre Partner die Lieferkette sicher gestalten können. Digitalisierung und Datenerfassung werden auch die wichtigsten Voraussetzungen sein, um nachhaltiger zu werden und sowohl Kosten als auch die Ressourcen dieser Erde zu schonen“, sagt Kristof Symons, Executive Vice President, International, Orange Business Services.

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2. Neuer Aufschwung für Nachhaltigkeitsprogramme

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