Airbnb für Ladesäulen

Ladestationen zum Sharing-Modell machen

22. November 2022, 14:21 Uhr | Kathrin Veigel
Ein Beispiel für die im Zuge der Interoperabilitätserprobungen angesteuerten 150 Ladesäulen.
Mit jeder Ladung von Dritten Geld verdienen - das wollen Monta und Tankmüller Unternehmen ermöglichen.
© ASAP

Das dänische Start-up Monta, das Software für das Laden von E-Autos entwickelt, und der Anlagenbauer Tankmüller aus Hamburg kooperieren. Gemeinsam bieten sie Kunden ab sofort Komplettlösungen bestehend aus Hard- und Software für die Ladeinfrastruktur im Raum Hamburg an.

Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen Monta und Tankmüller liegt darauf, es Unternehmen zu ermöglichen, ihre Ladestationen mit Mitarbeitern, Kunden sowie externen E-Fahrern zu teilen. Mit Monta können Anwender und Unternehmen ihre Ladepunkte öffentlich machen und gleichzeitig im Backend individuelle Tarife für einzelne Nutzergruppen festlegen. Erste Ladepunkte mit Monta-Betriebssysteme sind bereits installiert.

Rückenwind bekommt die Kooperation aus Berlin. Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte Mitte Oktober im Masterplan Ladeinfrastruktur angekündigt, die Privatwirtschaft stärker als Akteur einzubinden. So soll das Ladesäulen-Sharing weiter vereinfacht werden. Eigens produzierter Strom von der PV-Anlage auf dem Dach soll unkompliziert über die E-Ladesäule vermarktet werden können. Und flexible Stromtarife sollen es ermöglichen, dann zu laden, wenn der Strom günstig ist. 

»All das lässt sich mit den digitalen Anwendungen von Monta problemlos managen. Die Technologien sind da, die Erfahrungen, die wir in Dänemark und Schweden damit gemacht haben, sind mehr als überzeugend. Wir sind uns sicher: Die Zeit ist auch in Deutschland reif für das Ladesäulen-Sharing«, so Almir Hajdarpasic, Deutschlandchef bei Monta.


Verwandte Artikel

WEKA FACHMEDIEN GmbH