Proof-of-Concept

3D-Sensorsystem hilft bei der Fahrerüberwachung

27. Mai 2022, 13:15 Uhr | Kathrin Veigel
ams Osram Icarus
Das Icarus-System zeigt, dass die Automobilindustrie die Erfahrung mit 3D-Sensorik, die ams OSRAM in der Consumer-Welt gesammelt hat, nutzen kann, um bestehende 2D-NIR-basierte DMS-Systeme mit nur einer Laserkomponente zu erweitern.
© ams Osram

Das Proof-of-Concept Icarus von ams Osram zeigt, wie Designs für Fahrerüberwachungssysteme erweitert werden können, um neue Funktionen wie ein Augmented-Reality-Head-up-Display, eine sichere Fahrerauthentifizierung und eine erweiterte Müdigkeitserkennung zu unterstützen.

Icarus ist ein Proof-of-Concept für Fahrerüberwachungssysteme (Driver Monitoring Systems, DMS), die im Kombiinstrument oder in der A-Säule montiert werden. Das 3D-Sensorsystem von ams Osram liefert hochauflösende Tiefenkarten (<±0,5 Prozent Tiefengenauigkeit bei einer Reichweite von 45 bis 70 cm) unter Verwendung von Structured Light. Es verwendet außerdem einen Tiefenextraktionsalgorithmus, der Anwender mit spezifischen Produktentwicklungen eine noch höhere Leistung ermöglichen soll. Das System basiert auf oberflächenemittierenden Lasern (VCSEL) im nahen Infrarot (NIR) sowie Punktmusterprojektoren von ams Osram.

Anwender können ihre DMS-Software in Verbindung mit der genauen Tiefenkarte des Fahrergesichts einsetzen, um so die 3D-Position der Augen und die Kopfhaltung des Fahrers zu bestimmen. Diese 3D-Positionsinformationen können dann für Fahrerüberwachungsfunktionen wie Augmented-Reality-Head-up-Display (AR-HuD) und Fahrerauthentifizierung genutzt werden. Die genaue 3D-Messung der Kopfposition des Fahrers durch das Icarus-System unterstützt dazu auch die Implementierung einer Software zur Erkennung von Sekundenschlaf und anderen fortgeschrittenen Anzeichen von Schläfrigkeit, die ein Risiko für die Verkehrssicherheit darstellen.

Icarus demonstriert Automobilherstellern, dass es einen unkomplizierten und kostengünstigen Weg gibt, um DMS-Designs, die 2D-NIR-Sensorik verwenden, zu einem 3D-Sensoriksystem mit allen Funktionen zu erweitern. Das Upgrade erfordert lediglich die Ergänzung eines NIR-Punktmusterprojektors und einer unterstützenden Tiefenextraktionssoftware.


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