Der erste Drohnenport Deutschlands

So kommt die Drohnenpost zum Empfänger

29. Juli 2022, 15:09 Uhr | Heinz Arnold
So könnte der erste Intelligente Drohnenbriefkasten aussehen.
So könnte der erste Intelligente Drohnenbriefkasten aussehen.
© Emqopter

Emqopter hat einen intelligente Drohnenbriefkasten für Flachdächer entwickelt, der die Nutzlasten der Drohnen vollautomatisch empfängt und weiterleitet.

Denn die vollautomatische Zustellung von Post und Paketen per Drohne könnte schon sehr bald zur Realität werden. Deshalb hat Emqopter einen intelligenten Drohnenbriefkasten entwickelt, der sich einfach auf dem Flachdach beliebiger Gebäude installieren lässt. Er besteht im Wesentlichen aus einer Drohne mit intelligenter Transportbox und abgestimmten robotischen Zuführsystem. Das robotische System entlädt die Drohne vollautomatisch und übergibt die Sendung an ein Fließband, das sie ins Innere des Gebäudes transportiert. Dort kann die Sendung bequem und unkompliziert vom Empfänger abgeholt werden, wie ein Koffer am Flughafen. 

Emqopter wurde vor fünf Jahren als Spin-Off der Julius-Maximilian-Universität Würzburg gegründet und untersucht mit inzwischen über 20 Mitarbeitern verschieden Einsatzmöglichkeiten von Flugrobotern, insbesondere in der Logistik. Die Drohnen des Typs » Qopter« von Emqopter werden bereits in vielen Bereichen eingesetzt und können den Alltag deutlich erleichtern: Etwa indem sie Inspektionen an nur schwer zugänglichen Orten wie Hochspannungsleitungen und Kanälen kostengünstig und sicher durchführen.

Kaufmännischer Geschäftsführer Marvin Bihl (l.) und Gründer und Geschäftsführer Dr. Nils Gageik (r.)
Kaufmännischer Geschäftsführer Marvin Bihl (l.) und Gründer und Geschäftsführer Dr. Nils Gageik (r.)
© Emqopter

Ein weiterer Einsatzbereich, auf den sich Emqopter spezialisiert hat, ist die Lieferung verschiedenster Kleingüter, wie Post, Pakete und sogar zeitkritische medizinische Güter wie Impfstoffe und Blutproben. Die von Dr. Nils Gageik, dem Gründer und Geschäftsführer der Emqopter, patentierte Intelligenten Landeplatzdetektionstechnologie macht es der Drohne durch Sensorik möglich, autonom Hindernisse im Landebereich zu erkennen und Kollisionen mit ihnen in Echtzeit zu vermeiden. So kann die Drohne selbstständig und sicher Güter abliefern. Mit dem Intelligenten Drohnenbriefkasten geht Emqopter einen Schritt weiter und bringt die Post ohne viel Aufwand zum Empfänger.

Wegen des regen Wachstums des Teams im Verlauf der letzten Jahre arbeitet Emqopter momentan an der Umsetzung eines neuen Firmensitzes einschließlich eines Drohnenport in Volkach und steht dazu in engem Kontakt mit Bürgermeister Bäuerlein, der das Vorhaben tatkräftig unterstützt. Weitere Unterstützung erfährt Emqopter zudem von Unternehmer und Investor Michael Mühleck, der Gründer und Eigentümer der Fitnesskette FitOne. Er ist von der Idee begeistert und investiert einen beachtlichen Betrag in das Projekt und Unternehmen. 


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