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Länderübergreifendes Projekt gegen Corona

01. April 2020, 14:05 Uhr   |  Heinz Arnold

Länderübergreifendes Projekt gegen Corona
© Vodafone

Vodafone testet Technologie zur Eindämmung des Coronavirus in seinen Test- und Zertifizierungslaboren.

Smartphones können aufspüren, ob Kontakt zu infizierten Personen bestand – Ansteckungsketten lassen sich so unterbrechen.

Beträgt der Abstand zu einer infizierten Person über mehrere Minuten hinweg weniger als zwei Meter, ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch. Doch hat ein solcher Kontakt tatsächlich bestanden?

Diese Frage lässt sich mit Hilfe von Smartphones beantworten. Grundlage dafür sind anonymisierte Daten, die Smartphones mit ihrer Bluetooth-Sensorik erfassen und untereinander austauschen. Denn über Bluetooth bemerken Smartphones, ob sich andere Telefone über mehrere Minuten in unserer direkten Umgebung befinden.

Basierend auf diesen Informationen ist es möglich, Menschen zu informieren, wenn sie Kontakt zu Personen hatten, bei denen später das Virus nachgewiesen wird. Mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen können dann weitere Infektionsketten unterbrochen werden.

Das länderübergreifende Projekt »Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing« (PEPP-PT) entwickelt eine Plattform, deren Technologie und Mechanismen künftig von entsprechenden Apps genutzt werden können. So kann künftig jeder freiwillig über Kontakte zu Trägern des Virus informiert werden – durch den direkten und anonymen Austausch von Informationen zwischen Smartphones. Auch über Ländergrenzen hinweg.

Je mehr Menschen die Technologie künftig mit einer entsprechenden App nutzen, desto genauer sind die Informationen, desto höher ist die Sicherheit für jeden Einzelnen und desto größer ist die Chance, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Vodafone Deutschland unterstützt die Entwicklung

Als Experte im Bereich Crowdsourcing berät Vodafone im Projekt »PEPP-PT« die Entwicklung der Technologie, die es ermöglicht, dass die anonymen Daten, die die Smartphones untereinander austauschen, künftig sinnvoll genutzt werden können. Sämtliche Daten werden dabei nicht zentral gespeichert, sondern ausschließlich auf freiwilliger Basis direkt von Smartphone zu Smartphone übertragen, um die Menschen vor potenziellen Infektionsketten zu warnen.

Umfangreiche Tests in den Vodafone-Laboren

Damit möglichst viele die Technologie künftig im Alltag nutzen können, macht Vodafone die Smartphones in seinem Test- und Zertifizierungs-Labor für den großflächigen Einsatz bereit. Vodafone testet und konfiguriert dabei alle gängigen Smartphone-Typen (Android & iOS), um sicher zu stellen, dass sie die Abstandsmessung über die Bluetooth-Sensorik durchführen können.

Unterschiedliche Bluetooth-Sensoriken

Das ist wichtig, weil die Bluetooth-Sensorik, die ermittelt, ob und wie lange sich andere Telefone in der Nähe befinden, durch modellspezifische Eigenschaften eines Smartphones beeinflusst wird. Zum Beispiel durch das Antennen-Design sowie das Gehäuse eines Smartphones. Die Technologie muss also für die Nutzung mit den verschiedenen Smartphones technisch angepasst werden. Ebenso erprobt Vodafone die Funktionalität der Technologie zwischen unterschiedlichen Smartphone-Modellen mit Hilfe umfangreicher Labortests.

Keine Übermittlung von Kunden- und Bewegungsdaten

Bei der Entwicklung der Technologie übermittelt Vodafone keine personenbezogene Kunden- oder Bewegungsdaten. Ziel der Zusammenarbeit sind Beratung und Tests.

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