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Die Cloud als Daten-»Edge« zum Weltraum

Vom Mars zur Cloud und zurück

03. Mai 2021, 21:42 Uhr   |  Andreas Knoll

Vom Mars zur Cloud und zurück
© NASA/JPL-Caltech

Eines der ersten Bilder, die vom Perseverance-Rover auf dem Mars aufgenommen wurden

Der Mars-Rover Perseverance erforscht auf dem roten Planeten, welches Potenzial für Leben es dort gibt. Die von ihm erfassten wissenschaftlichen und technischen Daten werden, auf der Erde angekommen, in der Cloud des Dienstleisters Amazon Web Services (AWS) gesammelt und verarbeitet.

Das Perseverance-Projekt des NASA JPL (Jet Propulsion Laboratory) ist die erste planetare NASA-Mission, bei der Mission-Critical-Informationen und Telemetriedaten über die Cloud versandt und verwaltet werden. »Das NASA JPL profitiert dabei von der Skalierbarkeit, Agilität und Zuverlässigkeit der Cloud«, erläutert Teresa Carlson, Vice President, Worldwide Public Sector and Industries bei AWS. »Alle wissenschaftlichen und technischen Daten der Mission ‚Mars 2020‘ lassen sich damit effizient managen.«

Am Donnerstag, dem 18. Februar 2021, ist der Perseverance-Rover der NASA nach 7 Monaten und fast 500 Millionen Kilometern auf dem Mars gelandet. »Wir freuen uns, dass wir NASA JPL bei der Perseverance-Mission unterstützen können«, sagt Teresa Carlson. »Seit Beginn des Projekts halfen unsere Cloud-Services beim Erfassen und Teilen aller relevanten Bilder und Informationen über die Mission. Dadurch lassen sich wichtige Fragen über das Potenzial für Leben auf dem Mars beantworten.«

Datenmanagement der Bilder über die Cloud

Der Mars-2020-Rover Perseverance sendet seit Abschluss seines ersten Checkouts von der Oberfläche des Mars täglich zahlreiche Bilder an das NASA-Team auf der Erde. Die Cloud hilft bei der Verarbeitung der riesigen Datenmengen sowie beim effizienten Archivieren und Verteilen der Informationen. Wichtig ist dies vor allem, weil der Rover auf die visuellen Aufnahmen für das NASA-Team angewiesen ist, um seine Fahrt fortsetzen zu können.

»Das NASA JPL kann mit den Services von AWS die Mission-Critical-Daten auf der Erde schneller als je zuvor verarbeiten«, betont Teresa Carlson. »Dies ermöglicht es dem NASA-Team, rasche Entscheidungen über den Zustand und die Sicherheit des Rovers zu treffen.« Auf Basis dieser Informationen planen die Wissenschaftler und Ingenieure die Aktivitäten des Rovers am jeweils nächsten Tag. Daher ist es essenziell für den Erfolg der Mission, dass das Team innerhalb eines knappen Zeitfensters die nächsten Anweisungen an den Rover zurückzuschicken kann.

Die schnelle und effiziente Datenübertragung soll es Mars 2020 ermöglichen, während der Hauptmission mehr Proben zu sammeln und längere Strecken zurückzulegen, als dies bei früheren Rovern der Fall war – ein ehrgeiziges Ziel.

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2. Den Mars über die Missions-Website erkunden

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