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Industrie 4.0 und IoT

Wenn die Produktion mitdenkt

18. Februar 2019, 10:30 Uhr   |  Karin Zühlke

Wenn die Produktion mitdenkt
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IoT-Plattformen der neuesten Generation sind weit mehr als nur Mittler zwischen Systemen und der Außenwelt. Angereichert mit einer Art eigenem Gedächtnis, ermöglichen sie in der datenintensiven Elektronikproduktion neue Wege.

Während die erste Generation von IoT-Plattformen primär die Konnektivität und das Management der physischen Objekte oder „Things“ ermöglichte, bietet die zweite darüber hinaus das Management von Applikationen sowie die Verarbeitung und das Reporting von Daten. Die dritte Generation enthält zusätzlich Advanced Analytics und Machine-Learning-Verfahren, die beispielsweise Prognosen errechnen können. Die IoT-Plattform der neuesten Entwicklungsstufe entscheidet und handelt eigenständig auf Basis der zuvor gewonnenen Daten – sie wird damit zum Gehirn der Produktion.

Komplexe Problemstellungen der Industrie – wie beispielsweise Fernüberwachung, Produktionsoptimierung und Energie-Lastspitzenoptimierung – erfordern intelligente Lösungen, die weit über reines Datenmanagement und die Verbindung von Systemen, Anlagen und intelligenten Geräten hinausgehen.

Mit IoT-Plattformen der neuesten Generation lassen sich auf übergeordneter Ebene komplexe Aufgabenstellungen in der Smart Factory und bei intelligenten Produkten lösen und damit neue Business-Modelle mit Smart Services umsetzen. Die in-integrierte informationssysteme GmbH hat in ihrer IoT-Plattform „sphinx open online“ dafür ein intelligentes Datenmodell, ein sogenanntes „Model in the Middle“, konzipiert und umgesetzt. Dies funktioniert ähnlich wie ein Gehirn. Es verknüpft Daten von physischen Objekten, Daten von verschiedenen Datentöpfen und auch externen Quellen zu digitalen Zwillingen und ermöglicht damit die übergreifende Analyse, Prognose und auf Wunsch entsprechende Entscheidungen.

Das „Model in the Middle“ ermöglicht es, relevante Real- und Business-Daten aus verschiedenen Quellen, Anlagen und Systemen wie ERP, eigene Datenbanken, Excel in einem Modell zusammenzuführen, intelligent zu verarbeiten, zu visualisieren, zu bedienen und Systeme aktiv zu beeinflussen. Abbilder von verschiedenen physischen oder logischen Objekten, die Digital Twins, können innerhalb des Model in the Middle erzeugt, einfach miteinander kombiniert und zur Ansteuerung genutzt werden.

Wagner_Siegfried
© in-integrierte informationssysteme

Siegried Wagner, in-integrierte informationssysteme: »Änderungen in der Realität verändern das Modell, Änderungen am Modell verändern die Realität.«

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1. Wenn die Produktion mitdenkt
2. Modellgedächtnis und Zukunftsprognosen

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