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Datenschutz in der Smart City

01. August 2017, 05:17 Uhr   |  dpa, Heinz Arnold

Datenschutz in der Smart City
© Deutsche Telekom

Big Brother is watching you? In Smart Cities soll das nicht möglich sein

Wie sich die Daten der Nutzer vor Missbrauch schützen lassen, zeigt Reutlingen in seinem Smart-City-Versuch am praktischen Beispiel.

Das in Reutlingen getestete Konzept der sogenannten Smart City wird mit vielen Daten gefüttert, unter anderem mit Bewegungsdaten der Stadtbesucher. Um die Anwendung für die App-Nutzer sicher zu machen, war das Büro des Datenschutzbeauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg bei der Entwicklung mit im Boot. Seine Anregungen wurden nach Angaben der Stadtverwaltung aufgenommen.

Die App nutzt standardmäßig die Standortbestimmung. Beim Betreten der Innenstadt fordert sie ihre Nutzer auf, Bluetooth einzuschalten. Bluetoothantennen in der Stadt registrieren, wie sich der Besucher durch Reutlingen bewegt.

Um keine persönlichen Bewegungsprofile zu erstellen, werden die Bewegungsdaten pseudonymisiert, so dass sie nicht mehr einem einzelnen App-Nutzer zuzuordnen sind, erklärt der Forscher Martin Feldwieser. Ein Weg wird für die Auswertung durch Stadt oder Wissenschaftler erst abgespeichert, wenn fünf Menschen dieselbe Strecke gegangen sind. Nach 24 Stunden werden die Daten laut Feldwieser gelöscht.

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