Stärkung des Industriegeschäfts

Schaeffler erwirbt Ewellix-Gruppe

26. Juli 2022, 21:59 Uhr | Andreas Knoll
Das Produktangebot von Ewellix umfasst unter anderem eine breite Auswahl an elektromechanischen Hochleistungs-Aktuatoren in einer Vielzahl von Ausführungen und Konfigurationen für allgemeine und spezifische Industrieanwendungen.
Das Produktangebot von Ewellix umfasst unter anderem eine breite Auswahl an elektromechanischen Hochleistungs-Aktuatoren in einer Vielzahl von Ausführungen und Konfigurationen für allgemeine und spezifische Industrieanwendungen.
© Ewellix

Für 582 Millionen Euro will der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler den Linearantriebshersteller Ewellix übernehmen und damit seine Industriesparte um dessen Lineartechnik ergänzen. Der Kauf soll bis zum Ende des Jahres vollzogen sein, sofern die zuständigen Behörden zustimmen.

Übernehmen wird Schaeffler die Ewellix-Gruppe vom Investment-Unternehmen Triton, genauer gesagt: von einer zum Triton Fund V gehörenden Beteiligungsgesellschaft. Triton hatte 2018 das vormalige Lineartechnik-Geschäft von SKF übernommen und unter der Marke Ewellix als eigenständiges Unternehmen repositioniert. Im schwedischen Göteborg ansässig, stellt Ewellix unter anderem elektromechanische industrielle Aktuatoren und Hubsäulen sowie Rollengewindetriebe her, die unter anderem in Robotik, Medizintechnik und mobilen Maschinen eingesetzt werden. Das Produktangebot von Ewellix ist laut Schaeffler zum bestehenden Produktportfolio von dessen Industriesparte in hohem Maße komplementär.

Die Vertriebs- und F&E-Teams sowie die sechs Produktions- und Konfektionsstandorte von Ewellix mit insgesamt rund 1200 Mitarbeitern sollen zusammen mit dem Team von Schaeffler Industrial Synergien umsetzen. Im Jahr 2021 erwirtschaftete Ewellix einen Umsatz von rund 216 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2022 wird ein Umsatz von rund 250 Millionen Euro erwartet.

Der Kaufpreis für Ewellix von 582 Millionen Euro wird in Form eines so genannten Share Deals entrichtet. Dieser Wert schließt allerdings die von Schaeffler zu übernehmende Nettoverschuldung von Ewellix in Höhe von rund 120 Millionen Euro sowie Transaktionskosten nicht mit ein.


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