Elektroniknet Logo

Mit Scheinwerfern ins perfekte Licht gesetzt:

LEDs für die große Show


Fortsetzung des Artikels von Teil 2

LED-Design speziell für Spotlights

Spotlights verlangen einen engen Abstrahlwinkel und eine definierte Strahlformung. Um diese Anforderungen zu erfüllen, ist ein spezielles LED-Design erforderlich. Die meisten Allgemeinbeleuchtungs-LEDs sind mit einer Silikonlinse (Dome Shaped Silicon Lens) versehen. Eine solche Primäroptik verbessert die Lichtauskopplung, also den Lichtstrom in Lumen in den Halbraum, geht jedoch zu Lasten der Leuchtdichte. Die Leuchtdichte wird durch die Silikonlinse in etwa halbiert bzw. die Etendue der LED ist etwa doppelt so groß. Der Faktor 2 ergibt sich aus dem n² in der Formel für die Etendue mit n=1,4 als Brechungsindex für Silikon.

In der Effektbeleuchtung kommt es jedoch darauf an, die Etendue möglichst gering zu halten. Deshalb hat die Ostar Stage keine Domlinse, sondern die Chips koppeln das Licht an Luft aus. Den mechanischen Schutz der Chips und der Bonddrähte übernimmt dabei eine beidseitig antireflex-beschichtete Glasplatte. Aufgrund der Auskopplung des Lichts vom Chip an Luft können mit der Sekundäroptik geringe Abstrahlwinkel ab 8° realisiert werden.

Bild 3. Die meisten Wash-Leuchten bestehen aus einem Array mit 7 bis mehr als 50 RGBW-LEDs.
© Osram Opto Semiconductors

Neben der RGBW-Ausführung wird die Ostar Stage auch in Ultraweiß und in einstellbarem Weiß angeboten. Die ultraweiße LED enthält vier gleiche Chips und weist eine Farbtemperatur von 5700 bis 6500 K auf. Einstellbares Weiß (Tunable White) wird mit zwei warmweißen und zwei kaltweißen Chips realisiert. Die warmweißen bzw. kaltweißen Chips sind jeweils diagonal angeordnet und erlauben neben einer optimalen Farbmischung bereits auf Bauteilebene durch entsprechende Ansteuerung die Realisierung von Farbtemperauren zwischen 2700 K (Warmweiß) und 7000 K (Kaltweiß).

Diese LED eignet sich besonders für Anwendungen, in denen eine hohe Farbwiedergabe gefordert ist wie zum Beispiel in Studios oder Ausstellungen. Je nach Farbtemperatur liegt der CRI zwischen 94 (Warmweiß) und 74 (Kaltweiß).
Alle Varianten der Ostar Stage basieren auf der Ostar-SMT-Plattform von Osram und lassen sich einfach in Standard-Lötprozessen verarbeiten.

Die verwendeten Chips sind in aktueller Thinfilm-Technologie gefertigt und  lassen sich mit bis zu 1 A bestromen. Sie strahlen fast das gesamte erzeugte Licht nach oben ab. So lässt es sich mit einer externen Optik gut bündeln. Mit ihren mehr als 20.000 Stunden Lebensdauer machen die LEDs Moving Heads und Architekturleuchten zu langlebigen, wartungsfreien Beleuchtungslösungen.

 

Dr. Stefan Morgott
promovierte am Fraunhofer-Institut für angewandte Festkörperphysik IAF über optische Halbleiterverstärker. Seit 2000 ist er bei Osram Opto Semiconductors in Regensburg tätig, wo sein Fokus seit 2008 auf den Anwendungsmöglichkeiten von sichtbaren LEDs mit den Schwerpunkten Projektion und Entertainment Lighting liegt.

 

Wolfgang Schnabel
studierte nach Erwerb des Meistertitels für Radarmechanik Nachrichtentechnik an der FH Osnabrück. Nach Tätigkeiten als Vertriebsingenieur bei Siemens und Infineon ist er seit 2001 Marketing Manager LED im Bereich Industrie bei Osram Opto Semiconductors. Sein inhaltlicher Schwerpunkt liegt im Bereich Projektion.

  1. LEDs für die große Show
  2. RGBW-LEDs in Washlights
  3. LED-Design speziell für Spotlights

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

OSRAM Opto Semiconductors GmbH