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PTB aufgeschreckt

Stören Züge exakte Messungen?

02. Februar 2018, 08:51 Uhr   |  Heinz Arnold

Stören Züge exakte Messungen?
© Julian Stratenschulte/dpa

Erst kürlich hatte das PTB eine hochreine Siliziumkugel mit einem Gewicht von genau 1 kg für 1 Mio. Euro verkauft. Ohne exakte Messungen wäre es nicht möglich gewesen, dieses Ur-Kilogramm herzustellen.

Das PTB fürchtet, dass vorbeirauschende Züge auf benachbarten Gleisen ihre Messergebnisse durcheinander wirbeln könnten.

Exakte Messungen durchzuführen, ist eine der Grundvoraussetzungen für die Arbeit der Forscher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Doch jetzt fürchten sie wegen einer neuen Zugstrecke um die Genauigkeit ihrer Arbeit.

Bisher fuhren am Gelände der PTB im Braunschweiger Norden nur selten und im Schritttempo Güterzüge vorbei. Für die Messungen in der PTB ist das kein Problem. Allerdings wird in Braunschweig schon länger diskutiert, die Gleise auch für den Personenverkehr zu nutzen und etwa mit Straßenbahnen zu zulassen. Die Erschütterungen durch Bauarbeiten und durchfahrende Bahnen könnten jedoch die Messergebnisse verzerren.

Die PTB ist unter anderem dafür zuständig, die Mess-Standards bei Längenmaßen festzulegen. Auch alle Funkuhren in Deutschland sind nach den Atomuhren in Braunschweig gestellt. Und jüngst verkaufte die PTB ein von ihr entwickeltes Ur-Kilogramm als neues Grundmaß für alle Gewichte.

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