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Digitalisierte Verkehrsverstöße

Digitale Knöllchen für Falschparker

Bei der Münchner Polizei bereits erfolgreich getestet: der digitale Strafzettel.
Bei der Münchner Polizei bereits erfolgreich getestet: der digitale Strafzettel.
© Sven Hoppe/dpa

Die Polizei in Bayern will künftig digitale Knöllchen an Falschparker verteilen. Laut Innenminister Joachim Herrmann sei das System bei der Münchner Polizei seit Juni erfolgreich getestet worden.

Die Beamten können demnach Verkehrsordnungswidrigkeiten mit ihren dienstlichen Smartphones erfassen. Beispielsweise bei Parkverstößen werde dann eine Benachrichtigung mit einem QR-Code am Fahrzeug angebracht. Damit könnten Betroffene auf einem neuen Bürger-Infoportal die Verkehrsordnungswidrigkeit einsehen und bezahlen. Die Nutzung sei aber freiwillig, die Verwarnung werde auch per Post zugestellt. 

Kommunale Verkehrsüberwachungs-Dienste setzen solche Systeme bereits seit längerer Zeit ein. So kann beispielsweise auch im mittelfränkischen Fürth das Knöllchen mittels QR-Code bezahlt werden. Die Stadt setzt dabei das „Online-Knöllchen“ einer Firma aus Baden-Württemberg ein. 

Das von Herrmann vorgestellte System hat die bayerische Polizei nach seinen Worten selbst entwickelt. Rund 600 000 Euro seien dafür investiert worden. Bis Januar 2022 sollen alle bayerischen Polizeidienststellen die neue App nutzen können.


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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH