Neuer Aufsichtsrat ZTE vor stürmischer Hauptversammlung

ZTE will sich mit allen Mitteln gegen den Verkaufsstopp wehren, den die US-Bhörden verhängt haben. Das Untenremen erwäge laut Berichten aus Asien aber auch den Verkauf der Smartphone-Einheit.
ZTE will auf der Hauptversammlung die Voraussetzungen dafür schaffen, dass US-Unternehmen wieder Komponenten liefern dürfen.

ZTE wird auf der Hauptversammlung voraussichtlich einen neuen Aufsichtsrat vorstellen. Nach bitteren Verlusten könnte die Versammlung stürmisch verlaufen.

Neben einer Strafzahlung von 1,4 Mrd. Dollar ist die Umbesetzung des Managements die Bedingung dafür, dass US-Firmen ZTE wieder mit Komponenten beliefern dürfen. Nach der Verkündung des Lieferbanns musste ZTE die Geschäfte ruhen lassen, es fehlten schlicht die Bauelemente, um etwa Smartphones produzieren zu können. Beispielsweise die Chips von Qualcomm.

Daraufhin waren die Aktien der nach Huawei Nummer 2 unter den chinesischen Telekommunikationsausrüstern um 60 Prozent gefallen, was einem Verlust von 11 Mrd. Dollar entspricht. Kein Wunder, dass die Stimmung unter den Aktionären nicht die Beste ist und die Hauptversammlung stürmisch werden könnte.

Im Moment besteht vor allem Unsicherheit darüber, wie ZTE das Geschäft mit den US-Zulieferern unter den düstern Zeichen des Handelskonflikts zwischen den USA und China wieder aufnehmen kann.

Zur Unsicherheit trägt weiter bei, dass die genauen Bedingungen, unter denen das US Department of Commerce den Bann aufheben will, noch weithin unbekannt sind. Präsident Trump hatte sich in einer Kehrtwendung  als Retter von ZTE präsentiert – eine Wendung, die einige Politiker in den USA nicht nachvollziehen können und die jetzt Sturm gegen die Rettungsaktion laufen. Sie wollen Gesetze auf den Weg bringen, die verhindern, dass ZTE nun doch wieder von US-Unternehmen beliefert werden darf.