Asset-Relationship-Management-System Servicegeschäft per Software koordinieren

Mit dem ARM-System von Remberg können Maschinenhersteller Serviceprozesse über den gesamten Lebenszyklus zentral abbilden.
Mit dem ARM-System von Remberg können Maschinenhersteller Serviceprozesse über den gesamten Lebenszyklus zentral abbilden.

Das Münchner Startup Remberg hat eine Software entwickelt, die Maschinenherstellern neue Vertriebsmöglichkeiten angesichts von Konjunkturschwankungen bietet.

Mit Rembergs Asset-Relationship-Management- (ARM-) System auf Cloud-Basis können Hersteller ihr gesamtes Servicegeschäft rund um ihre Maschinen in einer Lösung digital abbilden und damit ihre Serviceprozesse effizienter gestalten und ihre After-Sales-Umsätze steigern. Diese ermöglichen laut Remberg im Schnitt 2,5-mal so viel Marge wie Neuverkäufe von Maschinen und sind deutlich widerstandsfähiger in Zeiten von Konjunkturschwankungen. Hersteller können dadurch Profitabilität und Arbeitsplätze sichern. Die Trendwende Richtung Services ist in anderen Branchen schon deutlich weiter fortgeschritten – eine Beobachtung, aus der die erste Idee für die Remberg-Software entstand.

Ende 2017 erfuhr Remberg-Gründer Hagen Schmidtchen über einen Industrie-Experten von zwei Trends im Maschinenbau – Edge Computing (IoT) und Servitization. Die erste Lösung, die Schmidtchen daraufhin im Bereich Edge Computing entwickelte, sollte non-invasiv Daten aus Maschinen auslesen und wurde später von Remberg patentiert. In der Zusammenarbeit mit Maschinenherstellern wurde jedoch klar, dass das Internet der Dinge (IoT) und die Vernetzung von Maschinen für sich allein keinen direkten Business Case haben und dabei oft viele Schritte der Digitalisierung übersprungen werden sollen. Warum mit Predictive Maintenance beginnen, wenn etwa Serviceberichte von Technikern noch auf Papier ausgefüllt werden? Gemeinsam mit den Herstellern suchten Schmidtchen und seine Mitgründer David Hahn, Julian Madrzak und Cecil Wöbker auf dem Markt nach einer Lösung, die den zweiten Trend, Servitization, aufnimmt. Die Lösung sollte alle Serviceprozesse rund um eine Maschine abbilden und organisationsübergreifend für Dienstleister und Betreiber von Maschinen funktionieren. Außerdem sollte sie ähnlich wie ein Customer-Relationship-Management-System (CRM) aufgebaut sein, mit der Maschine im Zentrum, wie es der industrielle Service benötigt.