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Softwareentwicklung bleibt die gefragteste Kompetenz

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© Halfpoint/stock.adobe.com

IT-Personaldienstleister erwarten für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum um 12 Prozent. Auch auf die folgenden Jahre blicken die Anbieter optimistisch, u.a. weil die IT-Ausgaben der Auftraggeber steigen und Experten knapp bleiben.

Die Umsätze der führenden zehn Anbieter für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern sanken im Corona-Jahr 2020 um 6,5 Prozent und waren damit bereits das zweite Jahr in Folge rückläufig (2019: 2,1%). Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Personaldienstleister für IT-Freelancer aber ein Wachstum von rund 12 Prozent, zeigt die Lünendonk-Marktsegmentstudie 2021 „Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland“, die in diesem Jahr zum 13. Mal erscheint und unter www.luenendonk.de erhältlich ist.

Die Zeichen stehen gut, dass der Aufschwung weitergehen könnte: Die IT-Ausgaben der Auftraggeber steigen und damit auch die Nachfrage nach den ohnehin beschränkt verfügbaren Expertinnen und Experten. Es ist das Geschäftsmodell der Personaldienstleister, die Bedarfe der Unternehmen durch die Vermittlung selbstständiger IT-Fachkräfte schnell und flexibel zu decken. 

Softwareentwicklung ist besonders gefragt 

IT-Fachkräfte mit Kompetenz in der Softwareentwicklung sind besonders gesucht. Wie bereits in den Vorjahren liegt die Softwareentwicklung bei den nachgefragten IT-Fähigkeiten ganz vorne. Studienautorin Lena Krumm kommentiert: „Viele Unternehmen nahmen die Corona-Krise zum Anlass, ihre Prozesse und ihre IT-Landschaft zu modernisieren und investierten in neue Softwarelösungen.“ 

Ebenfalls stark nachgefragt sind Spezialist:innen für Cloud-Services beziehungsweise Cloud-Technologien. Die Verlagerung von IT-Anwendungen in die Cloud hat während Corona ebenfalls einen Schub erlebt. 

Große Nachfrage von Behörden und öffentlichem Dienst 

Während die Nachfrage aus Industrie und Geldhäusern rückläufig ist, haben Anbieter für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern vermehrt Anfragen von Behörden und dem öffentlichen Dienst erhalten. Impfzentren und Gesundheitsämter waren plötzlich vor neue Aufgaben gestellt und hatten einen massiven Digitalisierungsdruck. So stieg der Umsatzanteil in dieser Kundengruppe im Vergleich zur Vorjahresstudie um über 3 Prozentpunkte auf 8 Prozent. Auch 2021 sehen die Anbieter weiterhin großes Potenzial mit Kunden aus dem öffentlichen Dienst.

Die größte Kundengruppe stellt aber nach wie vor die Industrie mit knapp 37 Prozent der Umsätze dar, gefolgt von IT-Dienstleistern mit 15 Prozent. 

In die Marktsegmentstudie wurden 19 Personaldienstleistungsunternehmen einbezogen. Diese erwirtschafteten 2020 in Summe 2,3 Milliarden Euro mit der analysierten Dienstleistung. 


 


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