Private Equity

Geld ohne Bank: Vorteile von Private Equity

24. September 2008, 13:39 Uhr | Klaus Pontius, LIGA Management Consultants

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Geld ohne Bank: Vorteile von Private Equity

Gemein ist den Finanzpartnern naturgemäß der Anspruch, dass das Unternehmen, in das investiert werden soll, nicht nur profitorientiert und rentabel arbeitet. Auch alle unternehmerischen Maßnahmen und Abläufe sollen transparent und nachvollziehbar sein.

Wichtig für Finanzinvestoren sind der Unternehmenswert sowie die Aussicht, dass ihn das Unternehmen in absehbarer Zeit steigern kann. Das Vorgehen ist orientiert an einem nachhaltigen Gewinn und in den allermeisten Fällen exit-orientiert. Im Fokus stehen eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals sowie laufende Ausschüttungen. Finanzinvestoren haben normalerweise kein weitergehendes Interesse an Technologien, Entwicklungsvorhaben oder Know-how. Jedoch haben sie reelle Aussichten auf einen Exit und auf eine möglichst hohe Verzinsung.

Ein strategischer Investor beteiligt sich in Wachstumsphasen an dem Unternehmen. Er finanziert konkrete Vorhaben, mit denen Wachstumsstrategien umgesetzt werden, die für den Investor von Interesse sind. Zu strategischen Investoren zählen in der Regel auch Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten.

Strategische Investoren verfolgen neben Renditezielen noch andere Ziele, etwa der Zugriff auf Technologien und Entwicklungen, die Sicherung von Know-how und Experten, die Aufteilung von Risiken und Investitionen, der Zugang zu neuen Absatzmärkten und nicht zuletzt auch der Zugewinn von Marktanteilen und die Marktbereinigung.

Dafür hat der strategische Investor in der Regel kein direktes Exit-Ziel. Der Verkauf der Beteiligung an Dritte kommt dann in Betracht, wenn sich die gesetzten Ziele nicht haben umsetzen lassen oder wenn sich Ziele im Laufe der Zeit verändern. Letzteres ist in der Praxis häufiger der Fall. Erfüllt die Beteiligung die Erwartung, die der strategische Investor in sie gesetzt hat, möchte der strategische Investor die Anteile dann in der Regel vollständig übernehmen.

Während der Finanzinvestor mit regelmäßigen Informationen über die wirtschaftlichen Eckzahlen zufrieden ist und nur bei wichtigen Vorhaben mitentscheiden möchte, hat der strategische Investor in viel stärkerem Maße das Bedürfnis, sich bei operativen Entscheidungen einzumischen. Doch sowohl bei Finanz- als auch bei strategischen Investoren werden die Ansprüche an das Reporting und die Einflussmöglichkeiten im Beteiligungsvertrag festgeschrieben.

 


  1. Geld ohne Bank: Vorteile von Private Equity
  2. Der Weg zum Kapital
  3. Geld ohne Bank: Vorteile von Private Equity
  4. Vom Unternehmenswert zum fairen Kaufpreis
  5. Geld ohne Bank: Vorteile von Private Equity
  6. Beispielrechnung