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Rückläufiges PC-Geschäft trifft weltgrößten Chip-Hersteller

18. Juli 2013, 11:26 Uhr   |  Frank Riemenschneider

Rückläufiges PC-Geschäft trifft weltgrößten Chip-Hersteller
© Intel

CEO Brian Krzanich will Intel zum Marktführer bei Ultra-Mobil-Geräten machen.

Mit 12,8 Mrd. Dollar Umsatz im 2. Quartal hat Intel rund 700 Mio. Dollar weniger umgesetzt als im gleichen Zeitraum 2012. Dies ist der vierte Umsatzrückgang in Folge am Ende eines Quartals. Der Gewinn sank sogar um 800 Mio. Dollar auf "nur" noch 2 Mrd. Dollar. Schuld ist vor allen Dingen das schlechte PC-Geschäft, das von Tablets kannibalisiert wird.

Um 7,5 % ging das PC-Geschäft im Vergleich zum 2. Quartal 2012 zurück, während der Verkauf mit Server-Prozessoren stabil blieb. Um sogar 15 % sanken die verkäufe der sogenannten "Other Intel Architecture Group", in der u.a. das Geschäft mit Atom-Prozessoren zu finden ist - vermutlich auch eine Folge des kollabierten Netbook-Geschäftes.

Auch das Ultrabook-Geschäft entwickelte sich für Intel nicht wie erwartet - viele Anwender kaufen lieber Tablets oder sogeannte "konvertierbare Laptops", die per Knopfdruck zum Tablet mutieren. Diese Geräte basieren in der grossen Masse auf Prozessoren von ARM-Lizenznehmern wie Qualcomm, Nvidia, Samsung oder Apple, deren CPUs ARMs Cortex-A9, Cortex-A15 oder ARMv7-kompatible Eigenentwicklungen wie Krait (Qualcomm) bzw. Swift (Apple) sind.

Auch für das Gesamtjahr erwartet Intel kein Wachstum mehr: Der neueste Ausblick hofft darauf, dass der Umsatz von 2012 unverändert bleibt. Selbst das erscheint jedoch sehr optimistisch, wenn man folgendes bedenkt: Für das 3. Quartal wurde von Intel gegenüber Q2 ein Wachstum von 5 % angekündigt. Um einen unveränderten Jahresumsatz zu bekommen, müsste sich damit in Q4 gegenüber Q3 ein Wachstum von 7 % einstellen. In den letzten Jahren bewegte sich Intels Umsatz in Q4 gegenüber Q3 wie folgt: +3% in 2010, -2 % in 2011 und 0 % in 2012.

Die Anzahl der Mitarbeiter wuchs allerdings von 102.800 Ende Q2 2012 auf jetzt 106.000, die Ausgaben in Forschung und Entwicklung blieben mit 2,5 Mrd. Dollar konstant.

CEO Brian Krzanich will Intel so schnell wie möglich zum Marktführer bei Ultra-Mobil-Geräten, also Smartphones und Tabletts, machen. Helfen könnte dabei die neue Atom-Prozessor-Generation "Silvermont", deren erste Produkte auf dem IDF 2013 Anfang September in San Francisco vorgestellt werden. 

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