DIN/Fraunhofer-Gesellschaft

Kooperationsvereinbarung

11. Mai 2022, 11:51 Uhr | Iris Stroh
Kooperation
Christoph Winterhalter, Vorsitzender des Vorstands von DIN (links) und Prof. Alexander Kurz, Vorstand Innovation, Transfer und Verwertung der Fraunhofer-Gesellschaft nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.
© Christian Kruppa

Die Kooperation zwischen dem Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) und der Fraunhofer-Gesellschaft soll Forschungsergebnisse und Innovationen noch stärker mit Prozessen der Normung und Standardisierung verknüpfen.

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) und die Fraunhofer-Gesellschaft e. V. bauen ihre Zusammenarbeit beim Thema Normung und Standardisierung als Transferinstrument für Zukunftstechnologien weiter aus. Die beiden Organisationen haben dazu eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen: Christoph Winterhalter, Vorsitzender des Vorstands von DIN und Prof. Dr. Alexander Kurz, Vorstand Innovation, Transfer und Verwertung der Fraunhofer-Gesellschaft und gleichzeitig Mitglied des DIN-Präsidiums, unterzeichneten das Dokument am 11. Mai 2022 anlässlich eines Termins der Gesprächsreihe »DINalog« mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags in Berlin.

Mit der Kooperation tragen Fraunhofer und DIN auch der EU-Standardisierungsstrategie Rechnung, die Anfang Februar 2022 veröffentlicht wurde. Die Strategie zielt darauf ab, die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken, den Wandel hin zu einer resilienten, grünen und digitalen Wirtschaft zu ermöglichen und demokratische Werte in Technologieanwendungen zu verankern. Die nun vereinbarte Zusammenarbeit zwischen Forschung und Normung bzw. Standardisierung – wie im Rahmen der Kooperation zwischen DIN und Fraunhofer vereinbart – ist hierfür eine wichtige Grundlage.

Normen steigern die Wettbewerbsfähigkeit der EU

Normen und Standards sind laut EU-Kommission unverzichtbare Instrumente. Sie helfen Herstellern dabei, die Interoperabilität von Produkten und Dienstleistungen zu gewährleisten, die Kosten zu senken, die Sicherheit zu verbessern und Innovationen in marktfähige Produkte zu verwandeln. Sie unterstützen zudem den Wissenstransfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Strategie der EU-Kommission sieht ein ganzes Bündel von Maßnahmen vor. Eines legt den Fokus auf die Förderung von Innovationen; dabei sollen Forschung und Innovation noch stärker mit den Prozessen von Normung und Standardisierung verknüpft werden. Die Kooperation von DIN und Fraunhofer leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag: Die beiden Organisationen werden insbesondere in den zukunftsorientierten Forschungsfeldern Bioökonomie, Künstliche Intelligenz, Next Generation Computing, Quantentechnologie, Ressourceneffizienz, Wasserstofftechnologien, Smart Farming, Building Information Modeling (BIM) sowie weiteren Innovationsthemen eng zusammenarbeiten.

Außerdem wollen die Partner Impulse für spezielle Aus- und Weiterbildungsangebote im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften geben. Diese sollen das Verständnis für die Bedeutung von Normung schärfen und die Entwicklung entsprechender Kompetenzen fördern.


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