Schwerpunkte

17 PetaFLOPS am KIT

In Karlsruhe entsteht ein Zentrum für Supercomputing

17. November 2020, 08:29 Uhr   |  Kathrin Veigel

In Karlsruhe entsteht ein Zentrum für Supercomputing
© Amadeus Bramsiepe, KIT

Der derzeit im Aufbau befindliche Hochleistungsrechner Karlsruhe (HoreKa) wird bei Inbetriebnahme dem Nationalen Hochleistungsrechnen (NHR) zur Verfügung gestellt.

Das KIT wird Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen (NHR) – das hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz Mitte November beschlossen. Mit HoreKa wird hier im Frühjahr 2021 einer der leistungsstärksten Supercomputer in Europa stehen.

Die Bewältigung der Energiewende, die Entwicklung neuer Materialien, die Suche nach den kleinsten Bauteilen unseres Universums oder neuen Therapien für schwere Krankheiten wie Covid-19: Wollen Forscherinnen und Forscher natürliche oder technische Vorgänge in ihrer ganzen Komplexität verstehen, sind sie auf Computer mit gewaltiger Rechenleistung angewiesen.

»In der Wissenschaft fallen heute enorme Datenmengen an. Diese müssen wir nicht nur bewältigen, sondern aktiv nutzen, um die drängenden Herausforderungen unserer Gesellschaft zu meistern«, erklärt der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Professor Holger Hanselka. »Ich freue mich sehr, dass das KIT mit seiner Erfahrung im Supercomputing nun Standort eines NHR-Zentrums wird.«

Neue Dimensionen bei der Rechenleistung

Der bestehende Hochleistungsrechner Karlsruhe (HoreKa) soll im Sommer 2021 voll einsatzbereit sein und eine Rechenleistung von rund 17 PetaFLOPS erbringen – also etwa 17 Billiarden Rechenoperationen in der Sekunde. Das entspricht der Leistung von mehr als 150.000 Laptops.

Mit der Aufnahme des KIT in den NHR-Verbund ist schon jetzt die Finanzierung der Nachfolgesysteme von HoreKa gesichert. Deren Rechenleistung soll noch in ganz andere Dimensionen vorstoßen. Doch biete das KIT innerhalb der NHR-Allianz viel mehr als bloße Rechenleistung: »Wir wollen insbesondere junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei unterstützen, schneller und effektiver zu Ergebnissen zu kommen«, so Professor Martin Frank, Direktor des Steinbuch Centre for Computing (SCC) des KIT. Um mit einem datenverarbeitenden Kraftpaket wie HoreKa umzugehen, brauche es besonderes Know-how. Hier seien intensive Beratung und engmaschige Betreuung der Nutzerinnen und Nutzer aus der Wissenschaft gefragt.

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