Schwerpunkte

Speichertrends 2021

Bedarf wird weiter ansteigen

14. Januar 2021, 09:30 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Bedarf wird weiter ansteigen
© Toshiba

Im Zuge von Remote-Arbeit sowie IoT-Projekten erhöhen sich die Datenmengen, die Cloud- und Rechenzentren verarbeiten. Somit steigt ebenfalls der Bedarf an Speichern. Toshiba Electronics Europe wirft einen Blick auf die wichtigsten Trends und Entwicklungen im neuen Jahr.

Die Veränderungen der Arbeitswelt, die die vergangenen Monate gebracht haben, erhöhen die Anforderungen an Cloud- und Rechenzentrumsinfrastrukturen. Mit einem größeren Teil der Belegschaft in Heimarbeit haben viele Unternehmen die Migration zu Cloud-Services vorangetrieben – laut Toshiba Electronics Europe wird dieser Trend auch 2021 weiter anhalten. Zudem werden die IT-Landschaften von Unternehmen der Cloud ähnlicher. Diese Cloud-basierte IT wird oft in Co-Location-Standorten untergebracht und bedient mit geteilten Ressourcen viele Nutzer gleichzeitig. Sowohl Cloud-Anbieter und Rechenzentrumsbetreiber als auch Unternehmen benötigen daher optimierte Speicheranwendungen. Sie müssen den neuen Zugriffsmustern gewachsen sein und hohe Leistungs- sowie Zuverlässigkeitsanforderungen erfüllen.

Parallel dazu nimmt das IoT weiter an Fahrt auf – Milliarden von Geräten und Sensoren werden in den nächsten Jahren vernetzt und tragen zum Datenwachstum bei. Allein aufgrund der großen Anzahl müssen ihre Kosten so niedrig wie möglich sein, ebenso beim Speichern von Daten.

HDD weiterhin begehrt

Unter anderem im produzierenden Gewerbe nimmt mit dem starken Interesse an Industrie 4.0 die Zahl der IoT-Geräte und somit der Speicherbedarf deutlich zu. Genauso jedoch bei Versorgungsunternehmen und Stadtwerken, die die Smart City vorantreiben. Außerdem produzieren Videoüberwachungssysteme und vernetzte, autonome Fahrzeuge riesige Datenmengen. Da die Speicher- und Rechenkapazitäten vor Ort begrenzt sind, werden die Daten für weitere Analysen in die Cloud oder zu Rechenzentren geschickt.

Die meisten dieser Daten landen auf Festplatten, weil Unternehmen vor allem nach kostengünstigen Speichern suchen. Der Preis pro Gigabyte von SSDs sinkt zwar, liegt jedoch immer noch über dem von HDDs. Zudem führen Fortschritte in der HDD-Entwicklung, etwa bei der Helium-Füllung der Laufwerke oder neue Speicherverfahren wie Heat-assisted Magnetic Recording (HAMR) und Microwave-assisted Magnetic Recording (MAMR) in den nächsten Jahren zu einer weiteren Steigerung der Festplattenkapazität – zu annähernd gleichbleibenden Kosten. Allerdings bleibt der günstigste Speicher nach wie vor das Magnetband – kein anderes Medium bietet einen so niedrigen Preis pro Kapazitätseinheit. Darum wird Tape künftig eine wichtige Rolle in Storage-Strategien spielen. Jedoch konkurriert es als Offline-Medium nicht mit Festplatten und Flash um das Speichern von IoT- und anderen Daten.

Eine einzelne SSD mag die Leistung einer einzelnen Festplatte übertreffen.  Jedoch benötigen die Anwendungen, die das Datenwachstum antreiben, keine einzelnen, getrennten Speichermedien, sondern große, skalierende Speicher. In diesen erreichen mehrere Festplatten im Verbund sehr hohe IOPS-Zahlen und sind gleichzeitig wirtschaftlich. An der Dominanz von Festplatten sowohl bei den bestehenden als auch bei den neu hinzugefügten Speicherkapazitäten wird sich daher weder 2021 noch in den kommenden Jahren etwas ändern.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

SSDs in der Industrie – ja oder nein?
Welcher Speicher für welche Anwendung?
Induktives Kochen effizienter gestalten

Verwandte Artikel

Toshiba Electronics Europe GmbH