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Metall-Ersatzteile für die DB

Schnelle Instandhaltung mit 3D-Druck


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Mehr als 10.000 Ersatzteile im 3D-Drucker gefertigt

Seit 2015 hat die Deutsche Bahn bereits mehr als 10.000 Ersatzteile im 3D-Drucker gefertigt. Insgesamt kann sie heute mehr als 130 verschiedene Teile herstellen lassen: Darunter befinden sich beispielsweise Lüfterräder, Kopfstützen für Regionalzüge, unterschiedliche Gehäuse wie ein Klemmenkasten, der sensible Kabel für den Zugantrieb schützt, oder auch Ersatzteile für Kaffeemaschinen.
Um künftig noch schneller und in größeren Mengen Ersatzteile zu drucken, lässt die DB als erstes Mobilitätsunternehmen ihre Lieferanten im 3D-Druck zertifizieren. Prüfung und Zertifizierung übernimmt dabei aktuell der TÜV SÜD.
Der 3D-Druck hat neben der Zeitersparnis noch einen weiteren Vorteil: Schon heute lassen sich Ersatzteile nicht nur nachbauen, sondern auch verbessern, wie das Beispiel des anfangs erwähnten Turbinenschaufelrads zeigt. „3D-Druck ermöglicht es, Teile aus Kunststoff und Metall so herzustellen, wie es mit konventionellen Fertigungsverfahren nicht möglich ist“, so Trumpf Manager Parey.

3D-Druck spart außerdem Material und Kosten. Ersatzteile werden nicht mehr in großen Mengen gelagert, sondern nur bei Bedarf hergestellt. Durch dieses Print-on-Demand-Verfahren ist es möglich, nur die wirklich benötigten Teile zu produzieren. Zudem erfordert die Technologie weniger Rohmaterial. Produktionsabfälle lassen sich minimieren, Lagerbestände reduzieren und Transportwege entfallen durch den Druck der Teile in unmittelbarer Nähe. Damit leistet die additive Fertigung einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Die DB integriert 3D-Druck erstmals auch in die Berufsausbildung. Alle rund 200 Berufsanfänger, die im September 2019 ihre Ausbildung in einem der zwölf großen Instandhaltungswerke der DB begonnen haben, werden künftig im Rahmen ihrer Ausbildung Teile im 3D-Druckverfahren herstellen. Da die gewerblich-technische Ausbildung den 3D-Druck bisher noch nicht berücksichtigt, hat die DB dafür eigene Ausbildungsinhalte entwickelt.


  1. Schnelle Instandhaltung mit 3D-Druck
  2. Mehr als 10.000 Ersatzteile im 3D-Drucker gefertigt

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