Diebstahl von geistigem Eigentum Lumileds erhält 66 Millionen Schadenersatz

Im Lumileds gegen Fall Elec-Tech sieht das Gericht den Technologiediebstahl durch einen Lumileds-Forschungsmitarbeiter als erwiesen.
Im Lumileds gegen Fall Elec-Tech sieht das Gericht den Technologiediebstahl durch einen Lumileds-Forschungsmitarbeiter als erwiesen.

Der chinesischen LED-Produkthersteller Elec-Tech wurde zu 66 Millionen US-Dollar Schadenersatz verurteilt. Offenbar hat die Geschäftsführung einen Lumileds-Mitarbeiter bezahlt, um geschütztes Wissen abzugreifen.

Das Urteil zwischen Elec-Tech International (ETI) und Lumileds sprach der oberste Gerichtshof in Kalifornien. Er sieht es als erwiesen, dass sich ETI widerrechtlich Kerntechnologie zur Herstellung von hochleistungs-LEDs angeeignet hat, die in Automobilscheinwerfern und für die Allgemeinbeleuchtung eingesetzt werden.

Ausschlaggebend für die Verurteilung sei eine »beachtliche Zahlung« von ETI an den Lumileds-Forschungsmitarbeiter Gangyi Chen, wie Lumileds mitteilte. Nach Zahlungserhalt war Chen noch vier Monate für Lumileds tätig und hatte dabei täglich Zugriff auf geschütztes Wissen des Unternehmens. Danach wechselte er zu ETI. Chen war zusammen mit ETI-Geschäftsführer Donglei Wang, der die Zahlung veranlasst haben soll, Hauptangeklagter im Verfahren.

»Klare Botschaft an die Industrie«

Durch den Zugriff auf das geistige Eigentum von Lumileds konnte ETI nach Ansicht der Geschworenen rund 66 Millionen US-Dollar Forschungsaufwand einsparen. Diese Summe wurde als Schadenersatz festgelegt.

Den geschaffenen Präzedenzfall nutzte die Leiterin von Lumileds Rechtsabteilung, Cheree McAlpin, um eine allgemeine Mahnung auszusprechen. Das gesprochene Urteil sende €»eine klare Botschaft an die Industrie, dass  geistiges Eigentum geschützt und dieser Schutz auch durchgesetzt wird.«