5G für Industriestandorte Unternehmen drängen auf lokale 5G-Frequenzen

Deutsche Unternehmen planen lokale 5G-Netze für ihre Fertigung - und fordern nun Klarheit für die Frequenzvergabe.
Unter welchen Bedingungen können Unternehmen lokale 5G-Frequenzen nutzen? Zusammen mit dem ZVEI fordern viele Unternehmen nun eine klare Äußerung von der Bundesnetzagentur.

Viele deutsche Unternehmen planen 5G-Campus-Netzwerke für ihre Standorte. Nun fordern sie klare Regeln für die anstehende Zuteilung von lokalen 5G-Frequenzen.

Die 5G-Auktion brachte zwei Dinge: Rund 6,55 Mrd. Euro für den Staat und Planungssicherheit für Mobilfunkanbieter. Die wünschen sich auch Industrieunternehmen, die lokale 5G-Netzwerke an ihren Standorten betreiben möchten. Dafür hat die Bundesnetzagentur insgesamt 100 MHz Bandbreite im Frequenzbereich zwischen 3,7 GHz und 3,8 GHz fest reserviert. Sie sollen in Blöcken von 10 MHz zugeteilt werden, damit Unternehmen »lokale Netze genau nach ihrem Bedarf aufbauen können«, so Chefregulierer Jochen Homann. Lokale Campus-Netzwerke sind nach seiner Einschätzung »ein wesentlicher Beitrag auf dem Weg zur Industrie 4.0«.

Wie genau diese Zuteilung erfolgen soll und welche Gebühren Unternehmen für die Nutzung zahlen müssen, ist von der Bundesnetzagentur noch nicht festgelegt. Nun hat der ZVEI zusammen mit weiteren Industriebranchen zur schnellstmöglichen Bekanntgabe der finalen Vergabebedingungen aufgefordert. Die lokale Nutzung sei für die deutsche Industrie kein Geschäftsmodell, sondern »Voraussetzung, um Leitmarkt und Leitanbieter für industrielle 5G-Anwendungen werden zu können«, heißt es in einer Mitteilung vom ZVEI.

Viele Mitgliedsunternehmen planten bereits den Aufbau von lokalen 5G-Netzen. Ohne die konkreten Vergabebedingungen zu kennen, fehlt ihnen das, was die Mobilfunkanbieter bereits haben: Planungssicherheit.