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5G-Mobilfunk

15,6 Mio. Euro pro MHz Bandbreite

13. Juni 2019, 18:06 Uhr   |  Harry Schubert

15,6 Mio. Euro pro MHz Bandbreite
© AlexLMX - Shutterstock

Deutschland hat die 5G-Lizenzen versteigert.

Die Versteigerung der deutschen 5G-Frequenzlizenzen bringt dem Staat 6,55 Mrd. Euro ein. Alle vier teilnehmenden Unternehmen haben Zuschläge für Blöcke im 2-GHz- und 3,6-GHz-Bereich bekommen – und freiwillig mehr geboten, als erwartet wurde.

Das Frequenzen ein knappes Gut sind beweist die jetzt abgeschlossene Auktion der für den Start des 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland vorgesehenen 41 Frequenzblöcke: 12 Blöcke mit 2 × 5 MHz Bandbreite (gepaart) im Bereich 1,92–1,98 GHz und 2,11–2,17 GHz und 29 Blöcke im Bereich 3,4–3,7 GHz.

Im 3,6-GHz-Bereich wurde ein Block mit 20 MHz Bandbreite, die restlichen mit 10 MHz definiert. Die beiden Blöcke am Rand – Nr. 1 mit 3,4–3,42 GHz und Nr. 29 mit 3,69–3,7 GHz – wurden konkret versteigert, alle anderen abstrakt, d.h. die konkrete Zuteilung des tatsächlichen Frequenzbereichs erfolgt noch. Das erlaubt eine zusammenhängende Zuordnung der Frequenzblöcke. Die Mobilfunknetzbetreiber können sich untereinander innerhalb einer Frist von einem Monat einigen und die Einigung der Bundesnetzagentur zur Übernahme vorschlagen.

Zeitplan für 5G in Deutschland
© Bundesnetzagentur

Ein Teil des 2-GHz-Bereiches mit 2 × 20 MHz Bandbreite wird erst ab 1. Januar 2026 frei und kann von den neuen Lizenznehmern für 5G genutzt werden.

Für den 20-MHz-Block 3,4–3,42 GHz (Nr. 1) lag der in der Auktion erzielte Preis mit 44,373 Mio. Euro (Zuschlag: Vodafone) deutlich niedriger als bei den anderen Blöcken. Er liegt am unteren Rand des für 5G vorgesehenen 3,6-GHz-Bereiches und könnte von Radarsystemen, die im benachbarten Frequenzbereich arbeiten, gestört werden. Zur Kompensation der Störungen wurde dieser Randblock zwar mit der doppelten Bandbreite ausgestattet, dennoch hielten sich die vier Bieter bei diesem Block auffallend zurück.

Im Vergleich dazu: Das höchste Gebot für einen Block im 2-GHz-Bereich liegt bei 213,816 Mio. Euro – Zuschlag ebenfalls Vodafone.

Vier Blöcke mit 2 × 5 MHz Bandbreite (gepaart) im 2-GHz-Band stehen den Unternehmen, die den Zuschlag bekommen haben – Drillisch Netz AG, Telefonica Germany und Vodafone – erst ab 1. Januar 2026 zur Verfügung. Es handelt sich hier um die Bereiche 1,93–1,94 GHz / 2,12–2,13 GHz und 1,95–1,96 GHz / 2,14–2,15 GHz, bei denen bestehende Nutzungsrechte für den »Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten« noch bis 31. Dezember 2025 laufen. Alle anderen Blöcke können ab 1.Januar 2021 genutzt werden. Die Frequenzzuteilungen sind alle bis zum 31. Dezember 2040 befristet.

Versteigerung 5G-Frequenzen

Tabelle Drillisch
Tabelle Telefonica
Tabelle Telekom

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