Geschäftsbilanz von Lapp

Stärkstes Umsatzwachstum der Unternehmensgeschichte

18. Februar 2022, 9:18 Uhr | Ralf Higgelke
Lapp_Vorstand_Gruppenbild
Der Vorstand der Lapp Holding (v.l.n.r): Georg Stawowy (Chief Innovation & Technology Officer), Andreas Lapp (Chairman of the Board), Jan Ciliax (Chief Financial Officer), Dr. Christoph Hiller (Chief Sales & Marketing Officer)
© Lapp

Mit einem Umsatz von 1,4 Mrd. Euro hat Lapp das Geschäftsjahr 2020/21 abgeschlossen. Damit stieg dieser um 26,1 Prozent – der stärkste Anstieg in der Unternehmensgeschichte. Einen großen Anteil daran hatte allerdings der um 38,5 Prozent gestiegene Kupferpreis.

Ihr Geschäftsjahr 2020/21 (1. Oktober bis 30. September) hat die Lapp-Gruppe mit einem außergewöhnlich starken Wachstum abgeschlossen. Der Umsatzzuwachs um 295 Mio. Euro bzw. 26,1 Prozent ist mit Abstand der stärkste Anstieg in der Geschichte des Unternehmens. Einen großen Anteil daran hatte der Kupferdurchschnittskurs, der gegenüber dem Vorjahr um 38,5 Prozent gestiegen ist. Die Währungsentwicklung hatte mit einem Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr nur einen geringen Einfluss.

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Lapp Holding
© Lapp Holding

Bereinigt um diese Kupfer- und Währungseffekte ergibt sich immer noch ein reales Umsatzzuwachs von rund 16,3 Prozent. »Dieser signifikante Anstieg ist im Wesentlichen auf die deutliche Markterholung im industriellen Umfeld in Kombination mit Marktanteilsgewinnen zurückzuführen und wurde durch allgemeine Nachholeffekte entlang der Lieferketten unterstützt,« betont Jan Ciliax, Finanzvorstand der Lapp Holding. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um 177 Prozent auf 82 Mio. Euro.

Investitionen

Trotz der pandemischen Lage und einer diesbezüglichen Kosten-Wachsamkeit hat die Lapp-Gruppe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit gezielten Investitionen in Höhe von rund 26 Mio. Euro in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert. Einen besonderen Schwerpunkt stellten dabei Software- und Digitalisierungsprojekte dar sowie die Erweiterung und Harmonisierung der weltweiten ERP-Systeme (SAP HANA). Im Zentrum der Sachanlageinvestitionen standen Produktions- und Logistikstandorte in Europa und in Korea sowie ein eigenes zertifiziertes Entwicklungslabor für die Lapp Mobility.

Zusätzlich hat die Lapp-Gruppe zum 1. Juli 2021 die Minderheitsbeteiligung an der italienischen KU/Unika-Gruppe auf 100 Prozent aufgestockt und die Gesellschaften vollständig in die Lapp-Gruppe übernommen.

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Zum Stichtag am 30. September 2021 lagen die Auftragsbücher um 130 Prozent weit oberhalb des Vergleichswertes vom Vorjahr. Trotz weiter spürbarer Auswirkungen der Pandemie, Lieferengpässen und hoher Rohstoffkosten schätzt Lapp auch das Geschäftsjahr 2021/22 durchaus positiv ein und geht von einem weiteren moderaten Umsatzanstieg in allen Regionen aus. Um dieses Wachstum digital, kunden- und regionalspezifisch zu unterstützen, will das Unternehmen in den kommenden Jahren in dreistelliger Millionenhöhe investieren.


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