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Ausblick von Mark Burr-Lonnon, Mouser

Zurück zu besseren Zeiten

01. Februar 2021, 10:33 Uhr   |  Karin Zühlke

Zurück zu besseren Zeiten
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Nach einem schwierigen und turbulenten Jahr blickt Mark Burr-Lonnon, Senior VP EMEA und Asien von Mouser Electronics, mit Optimismus auf das Jahr 2021.

Das Jahr 2020 wird ohne Zweifel aus den falschen Gründen in Erinnerung bleiben. Die Covid-19-Pandemie hat in vielen Bereichen verheerende Schäden angerichtet, und für zahlreiche Unternehmen ging es ausschließlich um das wirtschaftliche Überleben. Es gibt jedoch auch einige positive Aspekte, die man aus der Art und Weise ableiten kann, wie viele Unternehmen auf die neue Normalität reagiert haben. Als Regierungen auf der ganzen Welt versuchten, den weltweiten Mangel an wichtigen medizinischen Hilfsgütern wie Beatmungsgeräten und persönlicher Schutzausrüstung zu beheben, leiteten viele Hersteller – oft über Nacht – Ressourcen zur Unterstützung nationaler Maßnahmen zur Entwicklung und zum Bau dringend benötigter Geräte um.

Ein Mouser-Kunde in Malaysia, der sich in der Vergangenheit auf die Herstellung von Teilen für Handwerkzeuge konzentriert hatte, richtete sein Geschäft innerhalb kürzester Zeit neu aus, um Komponenten für den Gesundheitssektor zu liefern. Diese Art von Reaktionsschnelligkeit und Flexibilität gab es vielfach auf der ganzen Welt. Sie hat den Unternehmen geholfen, die Krise zu überstehen.

Der Elektroniksektor zeigt Entschlossenheit

Ich bin insbesondere von der starken Entschlossenheit beeindruckt, die seit Beginn der Pandemie in der Elektronikindustrie an den Tag gelegt wurde. Der Elektronikbereich hat als Branche immer danach gestrebt, etwas Neues und Anderes zu tun. Und dieser innovative Ansatz ist in den letzten Monaten besonders stark in den Vordergrund gerückt. Die Ingenieure haben schon immer Konjunkturpausen genutzt, um intelligentere Produkte zu entwickeln, die spezifische Bedürfnisse erfüllen. Und daher konnte Mouser trotz einer Phase beispielloser Turbulenzen über das gesamte Jahr hinweg konstante Geschäftsaktivität verzeichnen, da die Ingenieure weiterhin Bauelemente eingekauft und neue Projekte gestartet haben. In vielen Fällen sind zwar die Produktionslinien zum Stillstand gekommen, aber die Innovation ist nicht stehen geblieben, und viele Entwicklungsingenieure waren im Hintergrund sehr aktiv, um Mehrwert zu schaffen und neue Ideen zu verwirklichen.

Es gibt noch weitere positive Aspekte. Nationale Lockdowns haben dazu geführt, dass viele Menschen längere Zeit von zu Hause arbeiten. Zweifellos vermissen viele von uns das tägliche Miteinander im Büro, aber die Arbeit von zu Hause aus hat einige interessante Vorteile gebracht. So ist die Nutzung von Tools wie beispielsweise Zoom für die meisten mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden, und es ist oft schneller und produktiver, Besprechungen online zu veranstalten als direkt vor Ort. Die plötzliche Popularität von Videokonferenzen hat es für große Teams einfacher gemacht, zusammenzukommen – und das hat meines Erachtens oft zu intensiveren Diskussionen mit unseren Kunden geführt.

Viele von uns waren zu Beginn der Pandemie möglicherweise skeptisch gegenüber der weit verbreiteten Heimarbeit. Aber bei Mouser haben wir diese neue Situation mit Bravour gemeistert, und ich denke, dass die positiven Aspekte dieser neuen Flexibilität bei Weitem die negativen überwiegen. Wenn dieser Trend anhält, wird es auch im Elektronikbereich viele neue Möglichkeiten geben, denn es werden ständig neue kollaborative Kommunikationswerkzeuge entwickelt.

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2. Was erwartet die Elektronik­industrie als Nächstes?

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