Synthetische Kraftstoffe

Deutz tritt eFuel Alliance bei

20. September 2021, 9:19 Uhr | Irina Hübner
Mazda setzt neben der Elektrifizierung auf weitere Technologien für mehr Klimaschutz und ist daher der eFuel Alliance beigetreten.
Auch Mazda setzt neben der Elektrifizierung auf weitere Technologien für mehr Klimaschutz und ist daher der eFuel Alliance beigetreten.
© Mazda

Deutz ist der eFuel Alliance beigetreten. Der Motorenhersteller wird in dem Bündnis insbesondere den Off-Highway-Bereich vertreten. Die eFuel Alliance engagiert sich für die industrielle Produktion synthetischer Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien.

Nutzfahrzeuge, Traktoren und Baumaschinen benötigen aufgrund ihrer hohen Nutzlast sowie ihrer langen Arbeitszeiten Energieträger mit hoher Energiedichte und kurzer Betankungszeit. Hier haben eFuels gegenüber direktelektrischen Lösungen einen Vorteil: Sie sind einfach zu transportieren und können über eine weltweit bestehende Infrastruktur in kurzer Zeit getankt werden.

Deutz hat seit August 2021 sein gesamtes Diesel-Motorenprogramm für den Einsatz von paraffinischen Kraftstoffen wie eFuels freigestellt. Damit sind nun auch die Deutz-Motoren der EU-Abgasstufe V zum Betrieb mit alternativen Kraftstoffen zugelassen. Einen Großteil seiner neuesten Motorengeneration, insbesondere im Bereich <4 Liter und >8 Liter, hat der Antriebsspezialist zugleich für Biodieselblends bis zu 30 Prozent freigegeben. Der Einsatz dieser Kraftstoffalternativen soll die CO2-Bilanz der Deutz-Motoren deutlich verbessern und perspektivisch einen CO2-neutralen Betrieb ermöglichen.

Im August hat Deutz auch seinen ersten reinen Wasserstoffmotor für den Off-Highway-Bereich vorgestellt. Der 6-Zylinder-Motor soll 2024 in Serienproduktion gehen.

»Wir sehen uns als Vorreiter für eine grünere Mobilität. Für Deutz sind eFuels neben elektrischen Antrieben und dem Wasserstoffmotor sinnvolle Alternativen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Für uns ein sehr guter Grund, uns in der eFuel Alliance zu engagieren«, sagt Dr. Frank Hiller, Vorstandsvorsitzender von Deutz.

Monika Griefahn, Sprecherin der eFuel Alliance fügt hinzu: »Wir freuen uns, Deutz als Partner in unserem Netzwerk begrüßen zu dürfen. Mit dem Beitritt des Kölner S-Dax-Unternehmens wächst die eFuel Alliance auf inzwischen 150 Mitglieder.«

Als eFuels werden synthetische Kraftstoffe bezeichnet, die regenerativ aus Wasser und Kohlendioxid hergestellt werden. Der Kraftstoff beeinflusst das Emissionsverhalten von Motoren: Durch den Einsatz von biogenen Kraftstoffen oder Erdgas können der Schadstoff- und CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden – bis hin zur CO2-Neutralität.


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