Schwerpunkte

MB connect line auf der SPS Connect

Fernwartung und Edge Computing vereint

23. November 2020, 21:06 Uhr   |  Andreas Knoll

Fernwartung und Edge Computing vereint
© MB connect line

Die Remote-Monitoring-Lösung von MB connect line umfasst Remote-Service-Portal, Industrie-Router und Edge-Computing-Software.

Remote Monitoring und Edge Computing lassen sich mittlerweile in einfach aufgebauten Systemen zusammenführen. MB connect line präsentiert auf der SPS Connect eine entsprechende Lösung aus Remote-Service-Portal, Industrie-Router und Edge-Computing-Software.

Fernwartungslösungen müssen heutzutage zwei wesentliche funktionale Voraussetzungen erfüllen: „Erstens ist es wichtig, alle relevanten Daten zu erfassen, die für ein vollständiges Abbild eines Prozesses oder einer Maschine erforderlich sind“, erläutert Siegfried Müller, Geschäftsführer von MB connect line. „Zweitens muss das Service-Personal aus der Ferne mit gängigen Tools wie etwa SPS-Programmierumgebungen transparent auf die Anlage zugreifen können.“

MB connect line bietet dafür ein flexibles System, das auf dem Remote-Service-Portal „mbConnect24“ und dem Industrie-Router „mbNet.rokey“ beruht. Zusammen mit dem Software-Baukasten „mbEdge“ wird aus dem Router ein IIoT-/Edge-Gateway, das diverse Anwendungen abdeckt – von der Datenerfassung und Vorverarbeitung über die Visualisierung bis hin zur weltweiten Ferndiagnose und Fernwartung. Als Basis von „mbEdge“ dient die Container-Plattform Docker, in der mehrere Benutzer-Anwendungen getrennt voneinander ausgeführt werden.

Über das Remote-Service-Portal haben die Service-Leute alle Maschinen im Überblick und können per Mausklick eine Verbindung zur betreffenden Maschine aufbauen. Innerhalb von Sekunden bekommt das Serviceteam umfassende Diagnosemeldungen und Störungsinformationen der Maschine geliefert. Je nach Störungssituation kann das Service-Personal das SPS-Programm überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren – oder das Bedienpersonal vor Ort anleiten, welche Schalter oder Ventile als Störungsursache in Betracht kommen und geprüft werden sollten.

Ein vollständiges Maschinenabbild datentechnisch zu erfassen, ermöglicht neben der Beseitigung akuter Störungen die Planung von Instandhaltungsmaßnahmen im Rahmen der Predictive Maintenance. Zudem lassen sich frei konfigurierbare Dashboards anlegen, über die beispielsweise der Betriebsleiter die aktuellen Produktionszahlen oder den Betriebsstundenzähler ablesen kann – oder das Bedienpersonal über einen drohenden Materialmangel informiert wird. Dazu reicht ein mobiles Endgerät wie ein Smartphone oder ein Tablet.

Bediener des mbNet.rokey können dank des integrierten Schlüsselschalters je nach Situation direkt an der Anlage über die Zugriffsmöglichkeiten entscheiden: „Offline“ (alles gesperrt), „Online“ (Datenerfassung/Cloud-Anbindung aktiv) oder „Remote“ (Datenerfassung und Fernwartung/Routing aktiv). Für Datensicherheit sorgt das integrierte Secure-Element, über das die Kommunikation nach außen und die internen Anwenderdaten sicher verschlüsselt werden.

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