Neues Innovationsnetzwerk für Security

»Wir ermöglichen Innovation durch Kooperation«

21. Februar 2022, 9:13 Uhr | Andreas Knoll
Wibu-Systems
Die Mieter des House of IT Security finden eine moderne und kommunikative Arbeitsumgebung vor.
© Wibu-Systems

Direkt neben seiner neuen Unternehmenszentrale in Karlsruhe hat Wibu-Systems auch das House of IT Security errichten lassen. Es dient als Heimat des IT Security Clubs, der als Innovationsnetzwerk Unternehmen und Institute für Projekte und Wissenstransfer zusammenführen soll.

Oliver Winzenried, Vorstand und Gründer von Wibu-Systems, erläutert die Hintergründe.

Welche Ziele verfolgt der IT Security Club im House of IT Security?

Oliver Winzenried: Der IT Security Club wurde als Innovationsnetzwerk ins Leben gerufen, um die F&E-Aktivitäten von Unternehmen aus dem IT-Security-Umfeld zu unterstützen. Ziel ist, einen Beitrag zur digitalen Souveränität in Deutschland und Europa zu leisten durch Zusammenarbeit und Innovation der Partner in Sachen IT Security; ein Innovationsmanagement und die Mitarbeit von Wibu-Systems können dabei Unterstützung leisten. Hinzu kommt die Vermietung von Arbeitsmöglichkeiten im House of IT Security.

Grundlage der Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Idee der teilnehmenden Firmen, sprich: Netzwerkpartner, zur Entwicklung und Verwertung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen in einem technologisch orientierten Verbund im Themenfeld IT Security. Durch Bündelung von Kompetenzen sollen Innovationen entstehen. Partner im IT Security Club und besonders Mieter im House of IT Security werden ein Netzwerk mit anderen IT-Experten aus dem Karlsruher IT Security Ecosystem und darüber hinaus bauen.

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Oliver Winzenried, Wibu-Systems: »Der IT Security Club soll firmenübergreifende F&E-Aktivitäten erleichtern oder gar erst ermöglichen.«
© Wibu-Systems

Geht es beim IT Security Club ausschließlich um Schutz und Lizenzierung von Software, also um die Themen, die Wibu-Systems als Unternehmen forciert, oder auch um das Thema Schutz vor Cyberangriffen?

Es geht nicht nur um Schutz und Lizenzierung von Software, sondern um alle Themen im Bereich IT Security, etwa Schutz vor Cyberangriffen oder auch Schutz von Maschinendaten, Kommunikation und KI-Anwendungen, und zwar in Anwendungen wie IoT, Produktion, Maschinenbau, Industrieautomatisierung, industrielle Bildverarbeitung, Automotive, Medizintechnik und Banking.

Der IT Security Club will als Innovationsnetzwerk mit professionellem Innovationsmanagement tätig sein. Welche Vorteile ergeben sich daraus?

Weil der IT Security Club firmenübergreifende F&E-Aktivitäten erleichtern oder gar erst ermöglichen soll, hat er Frau Dr. Tamara Högler als professionelle Innovationsmanagerin eingestellt. Sie soll die Netzwerkpartner bei der Suche nach Kooperationspartnern und bei der Akquise von F&E-Fördergeldern auf nationaler und EU-Ebene unterstützen. In Innovations-Workshops werden neue Ideen und Konzepte erarbeitet, Marketingkonzepte für die aus den F&E-Projekten entstehenden Produkte entwickelt sowie Pilotanwender gefunden, deren Anforderungsprofile analysiert und potenzielle Wettbewerber bewertet.

Weil Innovationsnetzwerke förderfähig sind, also von Fördergeldgebern Subventionen bekommen können, initiiert der IT Security Club ein Innovationsnetzwerk im Sinne des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM), um den finanziellen Aufwand der Netzwerkpartner zu verringern. Das ZIM ist ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, das Unternehmen bei der Realisierung ihrer Ideen mit Fördermöglichkeiten unterstützt. Hierdurch sollen Aktivitäten einer neutralen Managementeinrichtung bzw. der Netzwerkmanagerin kofinanziert werden.

Was sind die Voraussetzungen für ein vom ZIM gefördertes Innovationsnetzwerk?

Vom ZIM geförderte Innovationsnetzwerke bestehen aus mindestens sechs voneinander unabhängigen kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Weitere Partner, etwa Forschungseinrichtungen, Hochschulinstitute, große Unternehmen und sonstige Einrichtungen wie Verbände, können zusätzlich teilnehmen und sind willkommen.

Wer eignet sich als Netzwerkpartner im IT Security Club?

Geeignet sind KMUs und Startups, sofern sie ausreichende Umsätze haben, um ihren Eigenanteil bei F&E-Projekten finanzieren zu können, der meist etwa 50 Prozent des Gesamtbudgets beträgt. Der Themenschwerpunkt der F&E-Tätigkeiten soll auf der IT-Security in all ihren Variationen und Ausprägungen sowie auf damit zusammenhängenden Themenfeldern liegen.

Welche Rolle spielt der IT Security Club für den Technologiestandort Karlsruhe?

Der IT Security Club ist ein wichtiger Bestandteil des sogenannten Digital Hub Karlsruhe, das aus Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Forschungszentrum Informatik (FZI), Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB), CyberForum, CyberLab und weiteren Kooperationspartnern besteht.

Welche Rolle spielt Wibu-Systems im und für den IT Security Club?

Wibu-Systems forciert die IT-Security-Forschung und -Umsetzung unter Einbindung exzellenter Forschungseinrichtungen und Unternehmen und bringt sich als Unterstützer ein. Das Unternehmen bietet eine Mitarbeit in bestimmten Kooperationsprojekten an.

Sind die Mieter im House of IT Security und die Mitglieder des IT Security Club identisch? Oder gibt es auch Clubmitglieder, die nicht Mieter im House of IT Security sind?

Ja, die Mitgliedschaft im Innovationsnetzwerk ist unabhängig von der Anmietung von Arbeitsmöglichkeiten im House of IT Security. Mieter bekommen allerdings vergünstigte Konditionen.


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