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Neue IIoT-Partnerschaften

Wer mit wem für Industrie 4.0?

16. April 2021, 14:14 Uhr   |  Ute Häußler

Wer mit wem für Industrie 4.0?
© M&T / Ute Häußler

Vernetzung ist das Erfolgsrezept der Industrie 4.0. Vom kooperativen Ansatz profitieren nicht nur M2M-Prozesse oder Mensch-Roboter-Szenarien für die smarte Fabrik, Teamplay und Kollaboration spiegeln sich vielmehr in Geschäftsmodellen und Co-Kreation wieder.Die neuesten Koops im Überblick.

T-Systems und GFT: Cloud-Partnerschaft für Fertiger

T-Systems und die GFT Technologies AG arbeiten zukünftig für das industriellen Internet der Dinge (IIoT) zusammen. Die Digital Twin-Plattform „sphinx open online“ von GFT wird im Rahmen der Kooperation mit Edge Computing von T-Systems und künstlicher Intelligenz aus der Cloud verbunden. Ziel ist, Fehler in der Produktion bis zu 3x schneller zu erkennen. Die Partner wollen der Fertigungsindustrie dazu Lösungen für die Analyse von großen Maschinen-, Produktions- und Planungsdaten anbieten: Ende-zu-Ende und direkt in der Produktionshalle.

In der gemeinsamen Lösung von GFT und T-Systems erfassen Sensoren Zustandsdaten lokal und in Echtzeit an den einzelnen Anlagen. Die Daten werden parallel, aber zeitunkritisch, über kleinere Bandbreiten in ein zentrales Rechenzentrum oder über 5G-Netze in die Cloud gesendet. Aufgrund der deutlich geringeren Bandbreite sinken die Kosten für den Datentransfer um bis zu 70 Prozent. Die Lösung analysiert die erfassten Daten in der Edge. Sie identifiziert Optimierungspotenziale mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI). 

Internationales IIoT für KMUs: Plattform Industrie 4.0 kooperiert mit US-CESMII

Die deutsche Plattform Industrie 4.0 partnert mit dem gemeinnützigen „Smart Manufacturing Institute“ CESMII aus den USA. Die beiden staatlich geförderten Vereine wollen länderübergreifende Herausforderungen in Industrie 4.0 und Smart Manufacturing adressieren und die internationale Zusammenarbeit in der Produktion fördern. Wichtige Aufgaben seien semantische Interoperabilität, gemeinsame Plattformen für den Datenaustausch, die Weiterbildung und eine nachhaltige Fertigung.

Neben der Weiterbildung sei vor allem die Standardisierung von Technologien entscheidend, um Technologien in der intelligenten Fertigung über verschiedene IT- und OT-Systeme hinweg interoperabel zu machen, sagte CESMIIs CEO John Dyck auf der Hannover Messe 2021. Die Zusammenarbeit soll sowohl Deutschland als auch den USA helfen, mit gemeinsamen Standards Systeme und Produkte in Industrie 4.0 für beide Seiten erfolgreich zu gestalten.

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