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Telekom baut Netz für Industrie 4.0 aus

NarrowBand IoT soll´s richten

Low Power Wide Area Networks
© Vasin Lee / Shutterstock

Die Netzabdeckung in Deutschland ist ein Problem, vor allem für Firmen abseits der Ballungsräume. Jetzt will die Telekom mit dem Ausbau des Netzes für NarrowBand IoT punkten.

Die noch realtiv neue Netztechnologie NarrowBand IoT (NB-IoT) ist mittlerweile in über 600 Orten in Deutschland verfügbar, etwa in den Ballungsgebieten Berlin/Potsdam, Köln/Bonn, dem Ruhrgebiet, Mannheim/Heidelberg und Stuttgart. Mehr als 200 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen nutzen nach Angaben der Telekom bereits NB-IoT.  

NarrowBand IoT ist eine Low Power Wide Area Technologie, die Geräte in vorhandenen Mobilfunknetzwerken verbindet. Sie kann bidirektional kleine Mengen an übertragenen Daten verarbeiten und kann durch eine gute Reichweite in Gebäuden und unter der Erde punkten.

„Durch seine besonderen Eigenschaften ist NarrowBand IoT für uns der Wegbereiter für das Internet der Dinge“, sagt Ingo Hofacker, verantwortlich für das IoT-Geschäft innerhalb der Telekom. „Deshalb bauen wir das Netz mit voller Kraft weiter aus.“ Mittlerweile ist die Telekom in sieben europäischen Märkten sowie in den USA aktiv.
Wenig profitieren davon derzeit allerdings Kunden, die in so genannten strukturschwachen Regionen angesiedelt sind. Weil in solchen Gebieten die Grundstückspreise günstiger sind als in Ballungszentren zieht es allerdings viele Firmen genau in die Regionen, die bei der Netzabdeckung oft vernachlässigt werden.  
Anders in den Niederlanden: Hier ist der landesweite Rollout bererits seit Mai 2017 abgeschlossen. In Österreich hat die Telekom-Tochter T-Mobile als erster Betreiber NB-IoT kommerziell eingeführt, wobei die Stadt St. Pölten bereits vollständig abgedeckt ist und NB-IoT bis zum Herbst 2018 flächendeckend eingeführt sein wird. In Polen, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn und Griechenland sind die NB-IoT-Netze bereits in vielen Städten aktiv, wobei die landesweite Abdeckung in vielen Ländern ebenfalls bis Ende 2018 erwartet wird. „Die Technologie ist vorhanden, der Rollout in vollem Gange – jetzt gilt es gemeinsam herauszufinden, wie unsere Kunden NB-IoT zu ihrem Vorteil nutzen können“, so Hofacker.

Partnerschaften für das NB-IoT-Ökosystem

Mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft entwickelt die Telekom NB-IoT-Anwendungen in mehreren Forschungseinrichtungen. Etwa mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in den Telekom Open IoT Labs in Dortmund. Gemeinsam entwickeln und erproben Fraunhofer-Wissenschaftler und IoT-Experten der Telekom Anwendungen für die Fertigungs-, Logistik- und Luftfahrtindustrie. Das Labor steht auch externen Unternehmen offen, die anwendungsspezifische NB-IoT-Prototypen entwickeln wollen. Darüber hinaus hat die Telekom ein European Smart Solutions Center mit Sitz in Budapest gegründet, um NB-IoT-basierte intelligente Stadtlösungen in Europa zu entwickeln und zu implementieren.

 


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