Sierra Wireless

»Kill Complexity!«

20. Juni 2017, 10:12 Uhr | Heinz Arnold

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Differenzierung – aber wo?

Wo also bestehen Möglichkeiten für die IoT-Unternehmen, sich im Wettbewerb zu differenzieren? Einmal über die Endgeräte am Edge und zum zweiten über die jeweiligen Applikationen in der Cloud, so Guillemette. Doch was ist mit der Ebene dazwischen? Wie kommen die Daten von den Endgeräten am „Edge“ in die Cloud?

Dazu ist eine Plattform und die Infrastruktur erforderlich, beispielswese die Übertragung der Daten über Kabel oder drahtlos (Bluetooth, WiFi, LPWAN, GSM, LTE etc.).

Unglücklicherweise aber verbringen die meisten Unternehmen im Aufbau dieser Infrastruktur und dieser Plattformen die meiste Zeit innerhalb eines IoT-Projekts. Genau hier aber lauert der Feind, von dem Jason Cohenour gesprochen hatte: die Komplexität.

Und genau dort will Sierra Wireless ansetzen. »Wir kümmern uns insbesondere um die Managed Connectivity Services, die zwischen den intelligenten Edge-Devices und den Applikation in der Cloud stehen«, sagt Philippe Guillemette.

Doch nur wer den Überblick über die gesamte IoT-Kette hat, kann eine für den Erfolg in der IoT-Welt wichtige Frage beantworten: Wo sollen welche Funktionalitäten ausgeführt werden? Vornehmlich in der Cloud oder am Edge?

Dynamik ist das Zauberwort

Eine allgemeingültige Antwort gibt es laut Guillemette auf diese Frage nicht. »Der jeweilige Anwendungsfall muss entscheiden, es kommt auf den Speicherbedarf, auf die Leistungsanforderungen an die Prozessoren und die Batterielebenszeit im Endgerät an. »Die Rechnung kann sogar je nach Tages- und Nachtzeiten oder Wochen und Monaten im Jahresablauf zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen«, so Guillemette.

Sein Schluss: »Eine statische Entscheidung ist immer falsch. Wie die Aufgaben vom Rand bis zur Cloud verteilt werden, muss dynamisch veränderbar sein!« Auf dieser Basis ließen sich neue Methoden entwickeln, die auf Basis bestimmter Regeln dynamisch zuordnen, wo was geschieht. Das müsse wiederum sehr einfach in Python oder Java zu programmieren sein und Event-Driven funktionieren. Guillemette: »Mehr dazu werden Sie zu einem späteren Zeitpunkt hören.«

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