Beckhoff Automation

Automatisierungsbaukasten ersetzt Schaltschränke

25. November 2021, 20:36 Uhr | Andreas Knoll
Automatisierungsbaukasten MX-System von Beckhoff Automation
Das MX-System ergibt mit der robusten Baseplate und aufgesteckten Funktionsmodulen aus den Bereichen IPC, I/O, Motion, Relay und System eine flexible und schaltschranklose Automatisierungslösung in Schutzart IP67.
© Beckhoff Automation

Mit seinem Automatisierungsbaukasten „MX-System“ verspricht Beckhoff Automation eine Revolution im Schaltschrankbau: Als flexible, modulare und bauraumoptimierte Systemlösung soll er den konventionellen Schaltschrank in vielen Fällen komplett ersetzen.

»Wir haben die ganze Welt der Automatisierung neu gedacht und in einem einheitlichen System zusammensteckbar gemacht«, erläutert Gründer und Geschäftsführer Hans Beckhoff. »Alle Funktionen, die sonst im Schaltschrank stecken, sind auch im MX-System abgebildet.«

Beckhoff Automation bietet als Systemanbieter fast alle zur Automatisierung einer Maschine oder Anlage nötigen Komponenten in einem weiten Leistungsspektrum an: Die Automatisierungs-Software TwinCAT, IPCs, Controller, I/Os, Antriebe, Motoren, Netzteile und Kabel bilden eine Basis für die Automatisierung. Gleichzeitig ist das Unternehmen seit seiner Gründung 1980 auch im Schaltschrankbau tätig (mit derzeit etwa 250 Mitarbeitenden).

Das MX-System ist ein einheitlicher Automatisierungsbaukasten, mit dem der traditionelle Schaltschrank in vielen Anwendungsfällen vollständig durch Module ersetzt werden kann. Das System beruht auf einer robusten, aus einem Aluminiumprofil bestehenden Baseplate in Schutzart IP67 mit integrierten Modulsteckplätzen, die über EtherCAT zur Kommunikation und eine integrierte Stromversorgung verfügen (Schutzkleinspannungen sowie 400 V AC und 600 V DC). In der größten Ausbaustufe ist eine Anschlussleistung von 400 V AC / 63 A möglich. Die einzelnen Funktionsmodule werden auf die Steckplätze aufgesteckt und anschließend mithilfe von an den Modulen angebrachten, unverlierbaren Schrauben festgeschraubt. Die Baseplate kann in ihrer Größe variieren und bis zu drei Reihen mit je maximal 24 Steckplätzen (Slots) umfassen. Hinter jeder Slot-Reihe steckt eine Backplane, die je nach Art verschiedene Spannungen und EtherCAT als Kommunikationsbus unter den Slots verteilt. Somit lässt sich die Baseplate fast beliebig an die jeweilige Anforderung der Maschine anpassen.

Für den Netzanschluss und alle anderen Funktionen eines Schaltschranks stehen entsprechende Module zur Verfügung. Zum Anschluss der Feldebene verwenden die Module Anschlussstecker, die sich in der Automatisierungstechnik bewährt haben. Ein Systemverbund aus Baseplate und Modulen entspricht der Schutzart IP67 und lässt sich direkt in die Maschine montieren.

Das System verringert den Aufwand für den Hersteller besonders in den Phasen Planung und Installation. Integrierte Diagnosefunktionen reduzieren die Komplexität für den Endanwender. Zur Verfügung steht somit ein modulares Schaltschranksystem in hoher Schutzart, das sich ohne weitere Schutzgehäuse an der Maschine montieren lässt.


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